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MH17: Ursachenreport erst Ende 2015

Die niederländischen Untersuchungsbehörden verzögern die Bekanntgabe der Abschuss-Ursache von MH17 immer weiter. Nun heißt es: man werde bis Ende 2015, wahrscheinlich länger brauchen, um den Fall abzuschließen. Unterdessen schießt die Lügenpresse wieder aus vollen Rohren. DIE ZEIT: Russland ist schuld.

 

MH17: Die Untersuchungsbehörden in den Niederlanden mauern weiter. Die niederländische Staatsanwaltschaft geht von Buk-Abschuss aus, schließt aber andere Theorien nicht aus - heißt es nun vorsichtig.

Noch hüllt sich die niederländische Staatsanwaltschaft in Schweigen. Fred Westerbeke, der das internationale Untersuchungsteam leitet, erklärte gestern, man sei sicher, die Untersuchung erfolgreich abzuschließen. Jetzt könne man aber noch keine Haftbefehle ausgeben.

Man gehe davon aus, dass MH17 von einer Buk-Rakete abgeschossen wurde, könne aber noch nicht andere Theorien ausschließen. Man habe viele Daten ausgewertet und 100 Zeugen befragt, aber man werde bis Ende 2015, wahrscheinlich länger, brauchen, um den Fall abzuschließen.

Die Recherchen, die Bellingcat und Co. vorgenommen haben, werden offensichtlich nicht als sonderlich hilfreich anerkannt. Das sehen deutsche Medien jedoch ganz anders, die den Internet-Amateur "Bellingcat" immer wieder als Kronzeugen für eine Schuld Russlands zitieren.

 

So bringt DIE ZEIT ein großes Inteview mit dem arbeitslosen Blogger Eliot Higgins aus dem englischen Leicester. Der dubiose Typ repräsentiert angeblich das "Bellingcat-Netzwerk" und bloggt vom Sofa seine zweifelhaften Erkenntnisse in die Welt. Seitdem Higgins für den Abschuss von MH17 angebliche Beweise für eine Schuld Russlands hat, wird er in deutschen Gazetten als eine Art "Kronzeuge" herumgereicht - um den Lesern eine plumpe vorgefertigte Meinung zu präsentieren: Der Russe ist schuld.

Allein schon die Eingangsfrage ist für ein Blatt, das sich angeblich der "Überparteilichkeit und Ausgewogenheit" rühmt, entlarvend:

ZEIT ONLINE: Sie und ihre Mitstreiter des Bellingcat-Recherchenetzwerks haben viel geleistet, um russische Propaganda und Falschinformationen zu entlarven. Wie gut lügt der Kreml?

Eliot Higgins: Die russischen Propaganda-Aktivitäten haben nicht das Ziel, eine Gegenerzählung zu etablieren. Es geht darum, so viele Erzählungen wie möglich zu verbreiten, sodass die Menschen zu dem Schluss kommen: Wir können unmöglich sagen, was die Wahrheit ist. Es geht nicht darum, eine alternative Wahrheit zu präsentieren, die Botschaft ist: Man kann nicht wissen, was die Wahrheit ist. Ich glaube, der einzige Weg, dem etwas entgegenzusetzen, ist darüber zu schreiben, was die Fakten sind. Einfach zu sagen: Okay, das ist, was sie behaupten – und das sind die Fakten, das ist, was wir nachweisen können. Da wird so viel Zeug ausgestoßen, das nachweislich falsch ist, es ist nicht besonders schwer, das zu beweisen. Aber die Frage ist eigentlich: Wie effektiv ist das gegen die Art von Propaganda, die Russland produziert?

Dass es bisher keinerlei Beweise für die Schuldfrage gibt, stört DIE ZEIT und andere Medien bekanntlich wenig.

Dass selbst die niederländischen Behörden - auch wenn sie immer noch wesentliche Details wie die Cockpitgespräche unter Verschluss halten - in der Schuldfrage in letzter Zeit erheblich vorsichtiger geworden sind, ficht die deutsche Lügenpresse nicht an.

Eine sauber arbeitende Redaktion hätte überprüft, wer hinter “bellingcat“ eigentlich steckt und wäre u.a. auf diese Quelle gestoßen: „The blogger who tracks Syrian rockets from his sofa“

Doch wenn es um  Russlandhetze geht, ist der deutschen Lügenpresse bekanntlich jedes Mittel recht.

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