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Bargeldverbot: schon 2016?

Ein Blick auf Griechenland zeigt, wie schnell das Bargeld knapp werden kann. Fakt ist, dass das globale Finanzsystem die Pleite Griechenlands nicht verkraften würde. - In einem neuen Krisenfall im Finanzsystem könnte ein Bargeldverbot schneller kommenn als gedacht...

 

Von Andre Puschinski

Zur Zeit herrscht im Bezug auf das Bargeldverbot seltsame Stille. Doch der Schein trügt. Die Bargeldabschaffung ist bereits beschlossene Sache. Bereits 2016 könnte es soweit sein! Die Vorgehensweise hat Jean-Claude Juncker folgendermaßen erläutert: “Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

 

Der Widerstand in der Bevölkerung gegen das kommende Bargeldverbot hält sich in Grenzen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass auch immer wieder hochkarätige Bargeldbefürworter auf den Plan treten, um sogenannte “Beruhigungspillen” zu verteilen. So z.B. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann, der im Juni 2015 bei einer Konferenz in Frankfurt sagte: “Eine Verdrängung des Bargelds ist aus meiner Sicht auf absehbare Zeit kein realistisches Szenario, unter anderem deshalb nicht, weil sich das Bargeld als Zahlungsmittel bei uns weiterhin großer Beliebtheit erfreut”.

 

Doch ein Blick auf Griechenland zeigt, wie schnell das Bargeld knapp werden kann. Fakt ist, dass das globale Finanzsystem die Pleite Griechenlands nicht verkraften würde. Das liegt jedoch nicht an Griechenlands Schuldenberg, der mit rund 300 Milliarden Euro recht überschaubar ist. Die Währungsderivate in Höhe von 26 Billionen Dollar, die bei einer Griechenland-Pleite fällig werden, sind das Problem. Somit würde eine Pleite Griechenlands die globale Derivate-Blase zum Platzen bringen, was einen weltweiten Kollaps des Finanzsektors zur Folge hätte.

 

Bereits im April 2015 warnte der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Dr. Ron Paul vor einem baldigen Dollar-Kollaps, der die USA zerstören würde. Seiner Ansicht nach werde es eine Kettenreaktion geben, die sich schneller ausbreiten würde, als es sich irgend jemand überhaupt vorstellen könnte. Er prophezeite geschlossene Banken, leere Geldautomaten, ein Kollaps der allgemeinen Versorgung, explodierende Preise für Nahrungsmittel, Enteignungen und Tumulte in den Straßen. Also alles in allem das, was sich im Sommer 2015 in Griechenland ereignet hat.

 

Wenn sich die Griechischen Verhältnisse über den gesamten Erdkreis ausgebreitet haben und das Chaos perfekt ist, wird der Bevölkerung mit Sicherheit von Seiten der Politik eine Lösung angeboten, die wie schon so häufig “alternativlos” ist. Doch wie könnte so eine Lösung aussehen? Um ein weltweites Finanzchaos kurzfristig in den Griff zu bekommen, könnten die Regierungen in Zusammenarbeit mit den Zentralbanken das Bargeld abschaffen, die Währungen vollständig digitalisieren und jedem Bürger zu Beginn eines jeden Monats ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 800 bis 1.000 Euro überweisen. Die technische Infrastruktur für die Umsetzung dieses Plans ist bereits vorhanden.

 

Nun stellt sich nur die Frage, ob es sinnvoll ist, das Problem auf der Ebene Lösen zu wollen, auf der es entstanden ist. Schon Albert Einstein sagte dazu: “Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.” Die Derivate-Blase ist schließlich nur entstanden, weil Derivate ausschließlich in digitaler Form existieren. Doch das hat offensichtlich sehr negative Konsequenzen für das globale Finanzsystem, weswegen ein vollständiges Bargeldverbot sicherlich nicht der richtige Weg wäre.

 

Denn letztendlich geht es der Finanzelite darum, die vollständige Kontrolle über die Finanzströme zu bekommen, um die Bürger willkürlich enteignen zu können. So ist z.B. ab dem 20. Juli 2015 die griechische Mehrwertsteuer für Nahrungsmittel von 13 auf 23 Prozent angehoben worden, obwohl die griechische Bevölkerung nur zwei Wochen zuvor, am 05. Juli 2015, mit einem klaren NEIN zu den von der Troika geforderten Sparmaßnahmen gestimmt hat. Der Einfluss von EZB, IWF und Europäischer Kommission auf diese Entscheidung war also deutlich größer als der Volkswille!

 

Um das kommende Bargeldverbot verhindern zu können, ist also die Eigeninitiative aller Bürger gefragt. 10 praktische Tipps, was jeder Einzelne gegen das Bargeldverbot tun kann, sind auf www.solide-geld-anlagen.de aufgeführt. Gerade jetzt, wo es relativ ruhig geworden ist um das Bargeldverbot, ist das entschlossene Handeln gefragt, um der Finanzelite einen Strich durch die Rechnung zu machen.

bargeldverbot.com

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