Tag der Abrechnung heute an der Börse in Athen. Nach mehrwöchiger Zwangspause wird wieder gehandelt. Größte Verlierer: Die Banken mit einem Minus von bis zu 30%. - Kapitalverkehrskontrollen dauern an. - Euro schwächer.
Börse Athen nach 5 Wochen Handelsstopp: Die Kurse stürzten zur Eröffnung am Montag um 22,9 Prozent. Vor allem die Papiere von Banken sind unter Druck geraten. Der griechische Bankenindex fiel um 29,9 Prozent.
Um die Kapitalflucht zu begrenzen, wurden Kapitalverkehrskontrollen eingeführt. Mittlerweile sind die Banken seit zwei Wochen wieder geöffnet, es gelten aber noch Einschränkungen beim Geldabheben.
Die Finanzinstitute an der deutschen Börse lassen sich jederzeit von den Turbulenzen in Athen nicht anstecken. Beim DAX zählte heute Commerzbank zu den größten Gewinnern, nach dem das erste Mal seit 2008 wieder eine Dividende angekündigt wurde.
Der Bund hatte die Commerzbank im Rahmen der Finanzkrise mit 18,2 Milliarden Euro retten müssen. Gut 13 Milliarden Euro sind inzwischen zurückgezahlt. Der Bund ist derzeit noch mit gut 15 Prozent an der Commerzbank beteiligt. Von einem Gewinn aus der Rettung ist er aber noch weit entfernt. Dazu müsste die Aktie noch kräftig steigen.
Der Euro notiert weiter unter 1,10 - Sentiment weiter negativ. Zur Mittagszeit notierte die Gemeinschaftswährung knapp über 1,09 mit Tendenz zu weiterer Schwäche.



