In einem Brief an den Kopp-Verlag verlangt ein SPD-Ortsverein mehr Political Correctness und droht mit Konsequenzen. Provokante Meinungsäußerungen seien zu unterlassen, Autoren seien zu kontrollieren. "Man werde nicht länger zusehen, wie Stimmung gemacht wird."
Offenbar hat info.kopp-verlag.de nicht nur viele Leser aus der angeblichen "verschwörungstheortischen Szene" sondern auch viele Mitleser von der SPD. Diese lesen aber nicht aus Interesse am Thema sondern spielen sich als eine Art Blockwart auf.
In einem Drohbrief des SPD-Ortsvereins Rottenburg am Neckar (auch Sitz des Kopp-Verlags) werden Artikel als böse Machwerke bezeichnet. Man werde nicht weiter zuschauen, "mit welch unqualifizierten Beiträgen gerade in Ihrem Haus Stimmung gemacht wird."
Speziell wurde die Berichterstattung zum Thema Flüchtlingskrise kritisiert, in der Autor Gerhard Wisnewski von "Invasion: Flüchtlingswelle ist der Verteidigungsfall" spricht. Das geht den Genossen eindeutig zu weit - Pressefreiheit hin oder her.
Eine solche politische Einflußnahme auf die freie Meinungsäußerung und die Freiheit der Presse ist bisher einmalig, dürfte aber erst der Anfang sein. Kopp gilt als Bollwerk gegen Political Correctness. Dieses will die SPD nun brechen. Unmißverständliche Aufforderung der Genossen deshalb an die Redaktion: "Wir fordern Sie auf, sich klar und eindeutig zu postiionieren". - Was das wiederum heißen soll ist auch unklar. Klar ist nur, dass offenbar mit üblen Konsequenzen gedroht wird, sollte sich Kopp nicht an die politischen Vorgaben halten.
Autor Wisnewski zu den Vorwürfen bei Kopp Online:
»Flüchtlingswelle ist der Verteidigungsfall«, hatte ich am 25. August 2015 auf der KOPP-Seite gewarnt: »Wir müssen die illegale Einwandererwelle als das sehen, was sie ist: als Invasion... Wie hier schon mehrmals berichtet, handelt es sich bei der gegenwärtigen Flüchtlingswelle um eine militärische Operation gegen Deutschland und Europa mithilfe der Migrationswaffe.« Deutschland habe im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten »bereits die Kontrolle über seine Grenzen und sein Staatsgebiet verloren und lässt Flüchtlinge unkontrolliert einreisen«.
Schuld daran seien »nicht die Migranten, sondern die Drahtzieher dieser Migrationswelle, einschließlich der Bundeskanzlerin«. Die Flüchtlingswelle sollte daher natürlich nicht militärisch bekämpft, sondern mithilfe von administrativen Maßnahmen eingedämmt werden, die am Ende des Berichts aufgelistet werden. Dazu gehört auch die Seenotrettung der Bootsflüchtlinge, um sie anschließend in ihre Ausgangshäfen zurückzubringen.
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