EU-Finanzminister erwägen europaweite CO2-Steuer. Die Steuer könnte unter anderem Abgase aus Heizungen oder Benzin- und Dieselautos erfassen. Die Erlöse sollen in internationale Klimaprojekte fließen.
Bei ihrem Treffen in Luxemburg befassen sich die EU-Finanzminister am morgigen Freitag mit einer neuen, europaweit gültigen CO2-Steuer zur Finanzierung der europäischen Klimaziele. Ein entsprechendes Positionspapier, das der WirtschaftsWoche vorliegt, hat die luxemburgische EU-Präsidentschaft für die Beratungen erstellen lassen.
Die Steuer könnte unter anderem Abgase aus Heizungen oder Benzin- und Dieselautos erfassen. Ihr Ertrag würde, zusammen mit Erlösen aus dem Europäischen Emissionshandel, in einen Fonds für europäische und internationale Klimaprojekte fließen. Mehr als 50 Prozent des CO2-Ausstoßes in der Europäischen Union werden bisher nicht vom Verschmutzungsrechtehandel erfasst.
Die EU-Staaten hatten sich bei den UN-Verhandlungen verpflichtet, die Klimaerwärmung auf maximal zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Wie das Ziel zu! erreichen, vor allem aber, wie es zu finanzieren sei, ist bisher noch offen.



