Was passiert wenn ein Flüchtling deutschen Boden betritt und irgendwo in einem Asylantenheim unterkommt? Als erstes schlagen ARD & ZDF zu und verlangen die TV-Zwangsabgabe. So geschehen in Langenfeld / NRW.
Sie sind in Turnhallen und Notunterkünften untergebracht - kein Problem für den "ARD ZDF Beitragsservice". Heute trudelte in Langenfeld / NRW ein Drohschreiben der GEZ an alle Flüchtlinge ein, mit der Aufforderung, ab sofort die TV-Zwangsgebühr zu entrichten.
Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider trägts mit Humor:
Unglaublich aber wahr:
Heute haben alle Flüchtlinge in der Notunterkunft Wiescheid einen Gebührenbescheid von der GEZ erhalten.Lachen oder wahnsinnig werden?
Ich nehm's mit Humor (obwohl die GEZ es Ernst meint).
Bei dem GEZ-Drohschreiben in Langenfeld handelte es sich wohl nur um eine Panne. Denn am Montag ließ der ARD-Beitragsservice offiziell verlauten, dass Flüchtlinge von der Rundfunkgebühr befreit seien.
Die ARD-ZDF Gebührenkrake kann jedoch leider nicht feststellen, ob es sich um einen "Flüchtling" handelt oder um einen normalen BRD-Untertan, der die TV-Zwangsgebühren natürlich entrichten muss - und dagegen selbstverständlich auch nicht klagen kann.
„Angesichts der zunehmenden Anzahl von Flüchtlingen haben wir mit den Städten und Kommunen eine unbürokratische Lösung vereinbart, damit Flüchtlinge - auch wegen der Sprachbarriere - nicht selbst in Kontakt mit dem Beitragsservice treten müssen“, erklärte Eva-Maria Michel, Justiziarin beim WDR und Leiterin der Beitragskommunikation von ARD, ZDF und Deutschlandradio.
Sie appellierte an Städte und Gemeinden, dem Beitragsservice ihre Asylbewerberunterkünfte zu melden und so sicherzustellen, dass die Asylbewerber nicht automatisch angeschrieben werden. „Nur wenn wir wissen, wo eine Flüchtlingsunterkunft ist, können wir diese Adresse in unserem System sperren“, hieß es.



