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VW: oh weh!

VW-Crash: Volkswagen verliert fast Fünftel seiner Marktkapitalisierung wegen eines Abgas-Skandals in den Vereinigten Staaten. - USA schlagen zu: Sammelklagen, Schadenersatz, 18 Mrd. Strafe? Gerechtfertigt oder eine Form von Wirtschaftskrieg?

 

Ein Kommentar von Michael Mross

Die Welt ist empört. Endlich kann man auf ein deutsches Vorzeigeunternehmen dreschen. VW böse. Gefäschte Abgaswerte? Fast so schlimm wie Mord und Totschlag. Drakonische Strafen drohen. An der Börse gehen Autoaktien den Bach runter. VW crasht.

 

Es stellt sich die Frage, warum der Skandal ausgerechnet jetzt aufgedeckt wird. Die Umstände der Aufdeckung geben ebenfalls Rätsel auf - auch wenn VW die Tat zugegeben hat.

 

Selbst wenn Abgaswerte tatsächlich manipuliert wurden - es gibt sicherlich schlimmeres in der Branche, in der z.B. geheim gehaltene Sicherheitsrisiken Menschenleben forderten (GM, Toyota). Das ist bei VW nicht der Fall. Stellt sich die Frage, ob eine mögliche 18 Mrd. Strafe gerechtfertigt ist - oder ob sie nur dazu dient, einen deutschen Autobauer fertig zu machen. Das wäre dann eine Art Wirtschaftskrieg mit anderen Mitteln.

 

Hinzu kommen die Aasgeier der US-Rechtsanwaltsbranche, welche Millionen Kunden nun auffordern, gegen VW zu klagen, weil deren Auto möglicherweise nicht so clean ist wie versprochen. Das kostet auch noch mal Milliarden.

 

Wenn die Fahrzeuge von VW etwas mehr CO2 ausstoßen, kann man das zwar nicht gut finden - aber niemand ist damit an Leib und Leben gefährdet. Insofern wird der "Skandal" bis ins Unermeßliche aufgebläht, um größtmöglichen Schaden bei dem deutschen Unternehmen anzurichten. Hysterisiert wird die Angelegenheit besonders durch selbsternannte Umweltschutzorganisationen und der CO2-Sekte, welcher sich die Politik politisch korrekt willfährig unterwirft.

 

Unverständlich, dass ausgerechnet deutsche Politik und deutsche Medien die Empörungs-Hysterie noch vorantreiben, anstatt eine nüchterne Schadensanalyse zu betreiben. Aber dass deutsche Politik nicht unbedingt deutsche Interessen vertritt zeigt nicht nur der Fall VW. Was ist denn wirklich geschehen? Droht nun eine Überhitzung des Planeten, weil ein paar VWs mehr Schadstoffe ausstoßen?

 

Dass die EU natürlich auch noch mal auf VW drauf haut verwundert dagegen kaum. Denn Brüssel tut ja bekanntlich alles, um Deutschland zu deindustrialisieren und die deutsche Autoindustrie mit sinnlosen CO2-Abgaben zu vernichten.

 

Der Schaden für Volkswagen dürfte unterdessen durch die von den USA vorangetriebene Kampagne derzeit noch unabsehbar sein. Das Unternehmen verlor allein gestern an der Börse in der Spitze fast 20% - das sind rund 15 Mrd. Marktkapitalisierung. Weitere Talfahrt nicht ausgeschlossen. Aus US-Sicht könnte man sagen: mission accomplished.

 

Fakt jedenfalls ist, dass VW nun als weltgrößter Autokonzern vom Thron gestoßen wurde. Und die Amerikaner lachen sich ins Fäustchen, dass damit nicht nur das Image von VW, sondern von Deutschland selbst beschädigt ist. Insofern bleibt Raum für Spekulationen, dass es hier nicht nur um gefälschte Abgaswerte geht, sondern um einen knallharten Wettbewerbskampf, bei dem US-Autohersteller zuletzt auf der Strecke blieben. Insofern kam den Konkurrenten die Affäre ganz recht.

 

In der Tat könnte der Schaden nicht nur für VW beträchtlich sein, sondern auch zu Kollateralschäden bei deutschen Produkten führen. Die USA werden das Ihrige tun, mit astronomischen Strafen und Massenklagen dem Unternehmen größtmöglich Schaden zuzufügen. Dafür gab es in der Vergangenheit bereits eindrucksvolle Beispiele.

 

Dass Volkswagen bei den Abgaswerten rumgepfuscht hat ist nicht schön. Aber die Reaktionen insbesondere der EU und der USA stehen in keinem Verhältnis. Sie sind nichts anderes als ein willkommener Anlass, "Made in Germany" zu diskreditieren. Die Schadenfreude dürfte allerdings nur von kurzer Dauer sein.

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