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Terror-Angriff auf Paris: 100 Tote? Frankreich erklärt Ausnahmezustand

Großterror in Paris. Frankreich erklärt den Ausnahmezustand. Mehrere Terrorattacken gleichzeitig. Im Zentrum fielen Schüsse. In einer Konzerthalle läuft eine Geiselnahme. Am Fußballstadion kam es zu mehreren Explosionen, als gerade das Länderspiel gegen Deutschland ausgetragen wurde.

 

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Explosion während des Spiels Frankreich-Deutschland:

 

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Derzeit melden Newsagenturen folgendes Bild - Stand 1:20 Samstag:

 

  • Die Nachrichten aus dem Konzertsaal Bataclan werden immer düsterer. Zwar ist die Aktion der Polizei offenbar beendet - aber die Zahl der Toten scheint noch deutlich höher, als bisher vermutet. Polizeikreise berichten laut der Agentur AFP, von mehr als 100 toten Menschen.
  • Die Terroranschläge von Paris haben sich offenbar auf mindestens sieben Örtlichkeiten verteilt. Das berichten französische Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise. In ersten Berichten war von drei Stellen die Rede. Die Konzerthalle Bataclan wurde in der Nacht von der Polizei gestürmt. Dort sollen nach unterschiedlichen Augenzeugenberichten, mindestens zwei, möglicherweise aber bis zu acht Attentäter mit Kalaschnikow willkürlich auf das Publikum eines Konzerts der US-Band "Eagles of Death Metal" gezielt haben. Die Metro-Linien 3, 5, 8, 9 und 11 wurden geschlossen. Auch der Busverkehr wurde teilweise unterbrochen. Am Samstag sollen alle Schulen und Universitäten in Paris geschlossen bleiben.
  • Frankreichs Präsident Francois Hollande hat nach den Anschlägen von Paris am Freitagabend den Ausnahmezustand verhängt. Dabei kündigte er die Schließung der Grenze an.
  • Im 10. Arrondissement der Hauptstadt, im Zentrum, fielen Schüsse in einem kambodschanischen Restaurant, viele Menschen starben. Der Angreifer soll eine großkalibrige Waffe eingesetzt haben. Einsatzkräfte sind vor Ort.
    • Außerdem läuft offenbar eine Geiselnahme in der Konzerthalle Bataclan im selben Stadtteil. Zunächst fielen dort Schüsse, zur Stunde sollen dort Dutzende Menschen in der Gewalt von Geiselnehmern sein. Die Halle ist offenbar nur wenige Gehminuten von der Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" entfernt. Die Polizei ist vor Ort. Umliegende Restaurants seien evakuiert worden, berichten Augenzeugen. Bei "France Info" haben sich allerdings auch Menschen gemeldet, denen die Flucht gelungen sein soll.
    • Zudem gab es mehrere Explosionen im Bereich des Stade de France, wo die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte. Nach einem Bericht von "France Info" sind bei den Detonationen kurz vor 22 Uhr mehrere Menschen verletzt worden. Die Explosionen waren von den Zuschauern des Freundschaftsspiels deutlich zu hören. Nach dem Abpfiff strömten Hunderte Zuschauer auf das Spielfeld, weil einige Ausgänge gesperrt worden waren. Zunächst brach vereinzelt Panik aus, dann beruhigte sich die Lage. Verkehrsverbindungen in die Innenstadt gibt es aber momentan nicht.
    • Der Radiosender Europe 1 berichtet von einer weiteren Schießerei am Einkaufszentrum Les Halles, nahe dem Centre Pompidou im Herzen von Paris.

     

    Stadt und Polizeipräfektur forderten die Menschen auf, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen. Staatschef François Hollande, Premier Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve sind im Krisenstab im Innenministerium, eine Dringlichkeitssitzung des gesamten Kabinetts wurde einberufen. Auch Premier Manuel Valls sei inzwischen dort.

     

    US-Behörden gehen offenbar davon aus, dass alle drei Vorfälle miteinander in Zusammenhang stehen, das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezug auf Sicherheitskreise. "Das sieht ganz klar nach einer Serie von Anschlägen aus", wird eine Quelle zitiert.

     

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der Nacht zu Samstag eine kurze Stellungnahme zu den Anschlägen von Paris verbreiten lassen. Darin heißt es: "Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern der offensichtlich terroristischen Angriffe, ihren Angehörigen sowie allen Menschen in Paris. Die Bundesregierung steht in Kontakt mit der französischen Regierung und hat ihr die Anteilnahme und Solidarität der Menschen in Deutschland übermittelt."

     

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