Die türkische Polizei hat am MIttwoch in Istanbul acht Mitglieder der Terrormiliz IS am Flughafen verhaftet. Sie gaben sich als Touristen aus und wollten über die Balkanroute als Flüchtinge getarnt nach Deutschland.
Die türkische Polizei hat Medienberichten zufolge acht mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am Flughafen Istanbul verhaftet, die sich auf dem Weg nach Deutschland befanden. Das berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.
Die Verdächtigen seien am Dienstag aus der marokkanischen Stadt Casablanca in die Türkei eingereist und hätten behauptet, Touristen zu sein und Istanbul besuchen zu wollen. Bei den Vernehmungen hätten sich aber die vorgelegten Hotelbuchungen als Fälschung herausgestellt.
Einer der Männer soll eine Zeichnung der über den Balkan führenden Migrationsroute bei sich getragen haben. Diese umriss demnach grob den Weg von Istanbul über Griechenland, Serbien, Ungarn und Österreich nach Deutschland.
Auf dem Dokument waren demnach auch Schmugglerboote, Zugverbindungen und Busreisen aufgelistet. Angeblich planten die Männer, als syrische Flüchtlinge getarnt durch Europa zu reisen.
Bereits letzten Monat ist im Internet eine Karte mit Angriffszielen in Berlin aufgetaucht.
Der deutsche Verfassungsschutz berichtete letzte Woche, dass die Sicherheitsbehörden nahezu wöchentlich Hinweise darauf bekämen, dass unter den Flüchtlingen "auch Personen sein könnten, die über Erfahrung mit Waffen verfügen oder mit einem Kampfauftrag nach Deutschland kommen".



