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Bargeldverbot: Plant Draghi den Gulag für Barzahler?

Die EZB stößt an ihre planwirtschaftlichen Grenzen. Mario Draghi setzt zur finalen Finanzschlacht an und bereitet die Märkte auf „den totalen Euro“ vor. Die europäische Verwaltungskleptomanie in Brüssel und Frankfurt wird auch vor einem Bargeldverbot nicht zurückschrecken.


Susanne Kablitz, Herausgeberin des Buches „Bargeldverbot und Cybergeld“

Minuszinsen und Zwangskonsum

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit ihrem Latein am Ende, die Konjunktur in der Euro-Zone will „zum Verrecken“ nicht anspringen. Die Bargeldabschaffung ermöglicht die Enteignung der Bürger mit einem Mausklick. Wer kein Guthaben vorweisen kann, wird zwangsverschuldet. Was Menschen kaufen steuert ein zentral festgelegter Konsumkatalog. Nicht der freie Wille entscheidet, sondern der politisch korrekte Staatskonsumplan!

 

Es folgt der Frontalangriff auf die Guthaben der Bürger: Die europäische Zentralbank plant für Donnerstag den erneuten Einsatz der „Bazooka“. Mario Draghi gewöhnt die europäische Bevölkerung an einen militärischen Sprachduktus, vermutlich gehen die Pläne gegen die geringe Inflation im Verborgenen schon weiter. Für Donnerstag, so berichten Insider, plant die Europäische Zentralbank eine Aufstockung des im März gestarteten Billionen-Programms zum Kauf von Staatsanleihen und Wertpapieren („Quantitative Easing"- QE). Mit einiger Wahrscheinlichkeit könnten Banken auch noch höhere Minuszinsen für Einlagen bei der EZB verlangen. Draghi kneift die Augen zusammen und zielt auf die historische Chance „Je mehr Schulden ich mache, desto mehr spare ich!“ – Allein, es wird nicht reichen!

 

Nullzinsen, Strafzinsen, milliardenschwere Kaufprogramme, billige Notkredite – Die europäische Politik marschiert im sozialistischen Kampfschritt auf eine Geldpolitik nach sowjetischen Vorbild zu. In der ehemaligen Sowjetunion entschied ein staatliches Planungskomitee, das Gosplan, in verschwiegener Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium und dem Geheimdienst, über Kreditpläne.

 

Kreditzinsen als Risikobarometer waren im Produktionsplan nicht vorgesehen und de facto nicht vorhanden. Es herrschte zwischen Bar- und Buchgeld eine strikte Trennung. Bargeld wurde ausschließlich für Lohnzahlungen ausgegeben, und hätte die Sowjetunion die heutigen technischen Möglichkeiten zur Verfügung gehabt, dann wäre ein Bargeldverbot bereits damals zur kommunistischen Freude der Volkskommissare durchgeführt worden.

 

Der Besitz von ausländischen Devisen oder Gold hat die Deportation in ein sibirisches Arbeitslager zur Folge gehabt. Wer sich der zentralen Geldpolitik entziehen wollte, sich einen bescheidenen Vorteil für den Ewerb von West-Schokolade und Winterschuhen verschafft hatte – der wurde bei halbnacktem Körper und Polarkälte durch perverse Arbeit in wenigen Tagen zu Tode gefoltert. Die Finanzpolitik des Staatsplans  war einfach wichtiger als Winterbekleidung.

 

Wer weiß schon, was hinter verschlossenen Türen in Brüssel noch vorbereitet wird? Der Euro soll so schnell wie möglich nur noch rein virtuell existieren, damit es der Möchtegern-Staatselite ihre so lange erträumte absolute und totale Kontrolle über die Bürger ermöglicht. Auf genau diesem Weg befindet sich die EZB und die EU-Bürger werden in vielen kleinen Schritten in diese Richtung weiter gepeitscht, wobei die allermeisten Bürger überhaupt nicht realisieren, wohin sie dieser Weg führt.

 

Da passt es doch nur zu gut, dass die EU-Staaten planen gegen die Internetwährung Bitcoin juristisch vorzugehen und auch den Austausch von Edelmetallen extensiver überwachen möchten. Als scheinheiliger Vorwand muss der Kampf gegen die Terrorfinanzierung und Geldwäsche zum wiederholten Male herhalten.  

 

In absehbarer Zeit werden auch in Europa forcierte Anstrengungen unternommen werden, um eine Form der Bargeldabschaffung und weitere Restriktionen von Bargeldeinsatz durchzusetzen. Es wird aggressiv auf eine Umstellung auf Plastikgeld, wie Kreditkarten, Smartphone Apps etc. hingewirkt.

 

Dabei geht es in Wahrheit um Macht! Solange Konsumenten über Bargeld verfügen, können sie jederzeit ihr Geld vom Konto abheben, sobald die Banken Negativzinsen an die Kunden weitergeben.

 

Die Vorbereitungsbefehle für die Finanzbürokratie sind bereits ausformuliert worden:

  • Einführung von spezifischen Transaktionsgebühren;
  • Implementierung von Gebühren für Ein- und Auszahlungen von Bargeld, Einführung von gesetzliche Höchstgrenzen für Bargeldtransaktionen;
  • Barzahlungsverbot von Handwerksdienstleistungen;
  • Abschaffung Barzahlungsautomaten;
  • Verbot von Bargeld in Supermärkten;

 

Wie könnte wohl heute der Strafkatalog für Bürger aussehen, die sich dieser Massenenteignung nicht beugen wollen? Die Kreativität muss nicht übermäßig bemüht werden. Eine „Europäische Stasi“ könnte sich aus dem juristischen Erbe von DDR und Sowjetunion bedienen. Die technologische Entwicklung arbeitet zumindest FÜR die Euro-Soldaten.

 

Massenüberwachung wird durch Vernetzung, RFID-Chips und – das ist die Hauptursache – durch unbekümmerte, verantwortungslose Preisgabe des eigenen Persönlichkeitsprofils erst ermöglicht. Das Beängstigende daran ist, dass sich viele Menschen Ihrer freiwilligen  Zustimmung nicht bewusst sind und glauben: „Sei’s drum, einmal zugestimmt, ab sofort kann man mich nach Herzenslust aushorchen.“ Ein meist verdrängter Fatalismus schleicht sich ein - und die falsche Auffassung von Freiheit wird erstrebenswertes Ideal.

 

Mit der wiederkehrenden absurden Forderung nach einem Bargeldverbot hat der sogenannte „Wirtschaftsweise“ Peter Bofinger sein verkorkstes Freiheitsverständnis für jedermann klar erkennbar formuliert. Bofinger behauptet auch, dass durch die Abschaffung des Bargelds die Notenbanken ihre Geldpolitik besser und effektiver durchsetzen könnten.

 

Und damit liefert er auch gleich die eigentliche Begründung mit, denn um nichts anderes geht es: Verbrecherische Durchsetzung einer zum Scheitern verurteilten Währungspolitik bis hin zum Ausruf: „Wollt Ihr den Totalen Euro?!“. Die Damen und Herren in Brüssel üben wohl schon das rhythmische Hände klatschen.

 

Aber es regt sich Widerstand. In Griechenland sind die Menschen zur Zeit der Bankenschließung teilweise zu einem Edelmetallstandard zurückgekehrt. Die Nachfrage nach Silver Eagles-Silbermünzen erreicht dieses Jahr mit 47 Millionen Verkäufen einen neuen Rekordhöchststand.

 

Am Bitcoin Black Friday bekommt der Bitcoin-Bezahler bei vielen Internet-Shops extra Rabatte. Das Angebot reicht vom erlesenen „Saint-Emilion Grand Cru“ Rotwein im Vertrieb des Weinhof Reinhardt bis hin zu den Designer-Manschettenknöpfen beim Versandhändler uhrzeit.org. 

 

Der sadistische Drang zur Abschaffung von Freiheitsrechten lässt den Bürgern zunehmend die Zornesröte ins Gesicht steigen. Noch nie schwappten die Zerfallserscheinungen der Europäischen Union so ungebremst in die Öffentlichkeit wie in den letzten Wochen.

 

Zum Buch: „Bargeldverbot und Cybergeld“

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