Manager um Tesla-Chef Elon Musk wollen Volkswagen zum Hersteller von E-Autos verwandeln. Statt VW dazu zu verdonnern, die betroffenen Diesel-Fahrzeuge in Kalifornien zu reparieren, sollte der Konzern gezwungen werden, die Produktion von Elektroautos zu beschleunigen.
Eine Gruppe von Managern um Elon Musk mischt sich in Volkswagens Emissionsskandal ein. In einem offenen Brief an die kalifornische Umweltbehörde Carb schlagen sie eine ungewöhnliche Lösung für die Dieselgate-Debatte vor, berichtet das Handelsblatt (Freitagausgabe).
Statt VW dazu zu verdonnern, die betroffenen Diesel-Fahrzeuge in Kalifornien zu reparieren, sollte der Konzern gezwungen werden, die Produktion von Elektroautos zu beschleunigen, fordern die Unterzeichner, zu denen neben dem Tesla-Chef auch der ehemalige Ebay-Manager und Philanthrop Jeff Skoll, der ehemalige Deutsche-Bank-Manager Kevin Parker, der nun den Fonds Sustainable Insight Capital leitet, der Investor Steve Vestly sowie Hal Harvey vom Think Tank Energy Innovation gehören.
Initiiert wurde die Initiative von Ion Yadigaroglu vom New Yorker Investmentfonds Capricorn, der im Auftrag von Jeff Skoll in nachhaltige Proje! kte investiert. Capricorn ist auch ein früher Tesla-Investor. ´
„Die Summe, die VW in Kalifornien als Strafe hätte zahlen müssen, sollte dort in Autowerke und/oder in Forschung und Entwicklung investiert werden“, heißt es in dem Brief.
VW werde auf diese Weise dazu gebracht, „die Luft zu verbessern und nicht bloß die betroffenen Autos“. Das würde dem Staat, der stärker als viele andere unter Luftverschmutzung leidet, ein Vielfaches an Vorteilen bringen. Schließlich hätten die E-Autos keine Emissionen und müssten daher auch nicht von den Behörden kontrolliert werden.
Kommende Woche entscheidet Carb über den Rückrufplan, den VW im November eingereicht hatte und der regelt, wie die Autos repariert werden sollen.



