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EEG: Verbraucher zahlt für überflüssigen Strom

Inzwischen wird bei Starkwind und Sonnenschein immer häufiger mehr Ökostrom erzeugt als gebraucht wird. Mit jeder neuen Anlage nimmt der Anteil zu. Den Erzeuger stört das nicht. Er bekommt auch den nicht benötigten Strom bezahlt.

 

Von Hans-Günter Appel

Ein Ende der Zwangssubventionierung von Windstrom, Solarstrom und Biogasstrom (Ökostrom) durch den Stromkunden ist nicht in Sicht. Inzwischen wird bei Starkwind und Sonnenschein immer häufiger mehr Ökostrom erzeugt als gebraucht wird. Mit jeder neuen Anlage nimmt der Anteil zu. Den Erzeuger stört das nicht. Er bekommt auch den nicht benötigten Strom bezahlt. So steigen die Stromkosten immer schneller. Nach Berechnungen vom Stromverbraucherschutz NAEB (www.naeb.de) steigt der Strompreis in den nächsten fünf Jahren um weitere 50 Prozent, wenn die Ausbaupläne der Bundesregierung fortgeführt werden.

 

Ist es ihnen auch aufgefallen? Bei allen Erfolgsmeldungen über den wachsenden Ökostromanteil in Deutschland wird über Kosten nicht geredet. Es gibt nur einseitige Meldungen über die erzeugten Ökostrommengen. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft verbreitet stolz, der Ökostromanteil in Deutschland hätte 2015 einen Anteil von 30 Prozent erreicht. Diese Zahl stammt vom Bundeswirtschaftsministerium. Die Netzbetreiber haben aber nur 27 Prozent in ihre Netze eingespeist. Offensichtlich ist heute schon 10 Prozent des Ökostroms nicht nutzbarer Überschussstrom. Die Kosten für den nicht nutzbaren Strom werden einfach nicht veröffentlicht.

 

Die Methode der einseitigen (und damit tendenziösen) Unterrichtung macht immer mehr Schule. Dies gilt für den teuren Windstrom vom Meer, der nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) mit 19 Cent je Kilowattstunde bereits fast achtmal mehr kostet als Strom von Kernkraft- und Braunkohlekraftwerken.  Hinzu kommen noch 5 Cent je Kilowattstunde für den Transport an Land. Einschließlich Mehrwertsteuer hat Offshore-Strom damit bereits bei der Anlandung den derzeitigen Verkaufspreis von Strom erreicht. Trotzdem wird Offshore-Strom als das Rückgrat der zukünftigen regenerativen Erzeugung von fast allen Politikern angesehen. Sie sagen aber nicht, wer das bezahlen soll und kann. Kosten sind Tabu.

 

Dies gilt auch für den Netzausbau. Die geplanten neuen Stromtrassen nach Bayern sollen nach einem neuen Gesetz weitgehend in die Erde verlegt werden. Die Kosten für die Erdverkabelung sind nach  Auskunft des Netzbetreibers Tennet siebenmal teurer als Freileitungen. Damit steigen die Kosten der Trassen von rund 2 Milliarden Euro auf weit über 10 Milliarden Euro an. Bezahlen muss dies natürlich der Stromkunde mit höheren Stromkosten. Die Politiker interessiert das nicht, denn die Kosten werden in steigenden Netzgebühren versteckt. Sie können sich brüsten, sie hätten die EEG Kosten im Griff.

 

So werden wir immer mehr von den Profiteuren der Energiewende (Kosten ohne Ende) geschröpft unter dem Deckmantel des Gutmenschen, der die Welt retten will. Die Realität sieht jedoch anders aus. Die gesetzliche Umverteilung von unten nach oben mit Hilfe des EEG nimmt zu. Die Verlagerung von hochwertigen industriellen Arbeitsplätzen in  Ländermit einer verlässlichen Energiepolitik und günstigen Energiekosten läuft weiter. Immer mehr Haushalten wird der ‚Strom abgeschaltet, weil sie ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. Die Aussichten für das neue Jahr sind nicht rosig.

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