In der Stadt Rheinberg im Kreis Wesel wird erstmals ein Karnevalszug mit Verweis auf die Flüchtlingssituation abgesagt. Man hat Angst, dass es zu massenhaften Übergriffen wie in Köln kommt.
In der Stadt Rheinberg im Kreis Wesel wird erstmals ein Karnevalszug mit Verweis auf die Flüchtlingssituation abgesagt. Der Präsident des ausrichtenden Karnevalsclubs 1. OKK 99, Paul van Holt, sagte der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe): "Die Zeit bis Rosenmontag reicht nicht mehr, um die von der Stadt geforderten Sicherheitsauflagen zu erfüllen. Deshalb haben wir uns schweren Herzens entschieden, den Zug abzusagen."
Ein Sprecher der Stadt sagte, man könne nicht ausschließen, dass die im Stadtteil Orsoy lebenden Flüchtlinge den Zug besuchen und es zu Vorfällen wie in der Silvesternacht in Köln komme.
In Orsoy, das rund 3000 Einwohner zählt, befindet sich eine Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen. Dort leben mehrere Hundert Flüchtlinge. In dem ehemaligen Krankenhaus mit Schwesternheim sind auch zahlreiche Nordafrikaner untergebracht - nach ersten Ermittlungsergebnissen waren auch die Kölner Täter überwiegend Nordafrikaner.
Grund für die Stadt, ein Sicherheitskonzept zu verlangen, war neben der Flüchtlingssituation die Verlegung des Zugs vom Karnevalssonntag auf Rosenmontag - Rheinberg rechnet daher mit deutlich mehr als den üblichen 2500 Besuchern, darunter "Problemgruppen" aus anderen Orten.
Der örtliche Karnevalsverein bei Facebook:
1 OKK 99 Oschau-Berger Jonges e V
Aus Sicherheitsgründen die an uns heute herangetragen wurden, muss der Elferrat den geplanten Rosenmontagsumzug 2016 mit Bedauern absagen.
Dafür wird es eine Jubiläumsparty am Rosenmontag im Festzelt geben.Wir bitten um Verständnis und freuen uns auf alle geplanten Veranstaltungen mit Euch.



