In den alternativen Medien wurde über eine Waffenausbildung für Flüchtlinge in Schweden berichtet, mit Verweis auf Berichte in einer schwedischen Zeitung. Diese rudert nun zurück: Es handele sich lediglich um eine Schützenübung im Rahmen eines Biathlon-Trainings.
Eigentlich wollte die schwedische Zeitung Allehanda.se positiv über ein Intergreationsprojekt schreiben - doch der Schuss ging nach hinten los. Das mag an Bild und Überschrift liegen: Unter dem Titel "Für Scharfschützen geladen" (Laddade för prickskytte) berichtete das Blatt über eine Waffenausbildung für Flüchtlinge und verkündet, dass der Kurs bei den Migranten gut ankommt:

Nach Angaben des Blattes würde der Schießkurs von einer immer größeren Anzahl muslimischer Einwanderer besucht. Die Männer und Frauen würden gerne lernen, wie man mit einem Schützengewehr auf einem Schiessplatz in Sollefteå, Zentralschweden, richtig umgeht.
Aufgrund der kritischen Berichterstattung zum Fall sah sich die schwedische Zeitung nun genötigt, eine "Klarstellung" herauszugeben (Clarifications regarding cited "sniper training" article). Darin wird gesagt, dass es zwar so aussehe, als ob die Probanden an echten Waffen trainieren würden - dieser Eindruck sei aber falsch. Es handele sich lediglich um Schützengewehre, die im Rahmen eines Biathlon-Trainings verwendet werden.
Der Schießkurs sei ebenfalls im Zusammenhang mit der Biathlon-Ausbildung zu sehen und Biathlon sei schließlich eine olympische Disziplin.
Die Flüchtlinge seien nur im Rahmen des Biathlon Trainings an den Gewehren ausgebildet worden. Die Aktion sei Bestandteil eines staatlich geförderten Integrationsprojektes einer schwedischen Hochschule und das Angebot sei von den Migranten gut angenommen worden.
Stellt sich nur die Frage, warum bei traumatisierten Kriegsflüchtlingen ausgerechnet das Biathlon Training in Schweden so gut ankommt. Es gibt ja schließlich auch noch viele andere Sportarten...



