Die Märkte drohen erneut in den Panikmodus überzugehen. Die Ölpreiserholung der letzten Woche erweist sich als Strohfeuer. Drohende Staatspleiten und Kreditausfälle verstärken zusätzlich globale Rezessionsängste.
Die Märkte drohen erneut in den Panikmodus überzugehen. Die Ölpreiserholung der letzten Woche erweist sich als Strohfeuer. Unser Kollege Uli Pfauntsch von Companymaker (jetzt testen im Probeabo für nur 48 Euro - http://companymaker.de ) sieht die Lage am Ölmarkt so:
Die Einschätzung, wonach das kurzfristige Potenzial bei Brent-Öl um 35,00 Dollar nahezu erschöpft ist, hat sich bestätigt. Die letzte Woche war sowohl beim Öl, als auch beim Aktienmarkt von einem „Short-Squeeze“ geprägt. Die Short-Positionen schrumpften um 11%, gleichzeitig sprangen die Long-Positionen um 35% nach oben. Es war der stärkste Anstieg der Long-Positionen seit fünf Jahren. Doch noch sitzen die Short-Seller am längeren Hebel. Brent notiert aktuell bei 32,50 Dollar und WTI knapp über der 30-Dollar-Marke.
Im WTI kommt es nun darauf an, ob die 30-Dollar-Marke hält, oder ob der „maximale Schmerzpegel“ unter 30,00 Dollar noch ausgetestet wird. Schon jetzt werfen mehr und mehr unkonventionelle Öl- und Gasproduzenten das Handtuch und stellen die Produktion ein. Es sind ermutigende Anzeichen für eine Bereinigung im Ölmarkt – doch erst dann, wenn sich diese Ereignisse am Markt herumsprechen, werden die Preise reagieren.
Als erster Kandidat unter den ölproduzierenden Nationen, die in den Staatsbankrott steuern, gilt Venezuela. Internationale Zulieferer für Blend-Produkte, die Venezuela zur Verdünnung seines Schweröls benötigt, liefern nicht mehr, da man fürchtet, sein Geld nicht zu bekommen. Die Schlinge zieht sich zu – viel Zeit dürfte dem sozialistischen Staat nicht mehr bleiben. Auch Angola, Nigeria, Ekuador, der Irak, Mexiko, Bahrein, Jemen und der Oman kommen immer stärker unter Druck.
Drohende Staatspleiten und Kreditausfälle verstärken zusätzlich globale Rezessionsängste – insofern könnten die absurden Öl-Kursziele der Investmentbanken zur „selbsterfüllten Prophezeiung“ werden.
Dennoch: Aufgrund der deutlichen Anzeichen für einen Rückgang des Angebots, befinden wir meiner Ansicht nach nahe dem Boden. Ob dieser bei 30,00 Dollar, 27,00 Dollar, 25,00 Dollar oder 23,00 Dollar liegt, weiß niemand. Fakt ist, dass es im WTI spätestens bei 25,00 Dollar in Teilen zu einer Kapitulation der unkonventionellen Produktion kommen wird. (Quelle: Companymaker.de von heute; Testen für 3 Monate für nur 48 Euro: http://companymaker.de)
Hinzu kommt, dass der Zinsschritt der japanischen Notenbank, die nun Negativzinsen für Banken eingeführt hat, der Welt eine Zuspitzung des Währungskrieges beschert. Profiteur könnte Gold werden. Es scheint so, als gehe der Markt nun von einem Szenario aus, in welchem die FED bald unter Druck gerät und ihre vom Markt bislang erwarteten Zinserhöhungen nochmals überdenkt. Sprich: Mehr und mehr Investoren dürften nun darauf spekulieren, dass die FED nachzieht und eine weitere, massive Aufwertung des USD verhindern möchte, da diese die Konjunktur in den USA weiter belasten könnte. Dies könnte der USD-Stärke jedoch einen unerwarteten Abbruch zuführen und damit die Goldpreisbremse lösen.
Insgesamt gibt es derzeit zu viele Einschläge, die uns vorsichtig werden lassen.
- China ist eine Black Box. Nur abgeschwächtes Wachstum? Rezession?
- Mit hoher Wahrscheinlichkeit platzen bald die ersten Fracking-Anleihen.
- Die Gewinne der Wall Street schrumpfen seit drei Quartalen.
- Südeuropäische Banken und die Deutsche Bank sowie Commerzbank könnten eine mögliche neue Abschreibungswelle schwer treffen. Von diesen Aktien weiter eher Finger weg.
- In Deutschland werden angesichts des nicht endenden Zustroms in die Sozialsysteme bald die Arbeitslosenzahlen mit anerkannten Asylbewerbern exorbitant steigen (der Plan des Arbeitsministeriums ist es jedoch, diese Menschen aus der Statistik zu rechnen; man lernt von den Tricks der Amerikaner, die ja auch ihre Statistiken schönen).
- Sollten Ölstaaten ihre Assets versilbern müssen, da der Ölpreis dauerhaft niedrig bleibt (wovon wir nicht ausgehen), drohen zudem Liquidierungen in Aktien in großem Stil (norwegischer Staatsfonds, Katarischer Staatsfonds etc.).
Goldminenaktien dürften daher in dieser Phase eine der wenigen Aktiengattungen sein, die gegen den Trend zulegen. Wir sind mit einer Position in der Empfehlungsliste dabei. Der Vector Gold Miners ETF, welcher den Index der größten Goldminen abbildet (HUI Gold Bugs Index), mit der WKN A0MMBG ist inzwischen mit einem Plus von 9% seit Jahresbeginn die mit Abstand beste Position!



