ZEIT online will die Leser zwingen, für Inhalte Geld zu bezahlen. Ob sie das wirklich tun, bleibt fraglich. Ab Herbst soll das "Metered Model" zum Einsatz kommen.
Die "Zeit" will spätestens im Herbst"mit einem Paid-Content-Modell für ihre Onlineausgabe starten. Das berichtet das deutsche Branchenblatt "Horizont".
Demnach soll ein Metered Model zum Einsatz kommen, bei dem der User nach einer bestimmten Zahl an kostenfreien Artikeln zur Kasse gebeten wird. Überlegungen zu Paid Content-Modell gibt es bei der "Zeit" schon länger. "Wir werden 2016 verstärkt über zusätzliche Monetarisierungsmodelle nachdenken, die über die bestehenden Erlöse aus Werbung und digitalem Vertrieb der 'Zeit‘ hinausgehen", sagte Print-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo bereits im Oktober 2015.
Die Bezahlschranke sieht man als Signal: "Wir möchten unseren Lesern ab jetzt signalisieren, dass auch auf Online ein Journalismus stattfindet, der nicht allein durch Werbung zu finanzieren ist – und der auch Geld wert ist."
Die "Zeit" will auch gegen Adblocker-Nutzer vorgehen und überlegt laut "Horizont" ein Wahlmodell, das User mit Werbeblockern aussperrt.



