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Volker Beck hatte sich nach einem Karriereknick neu profiliert. Jetzt wurde der Grünen-Abgeordnete mit Crystal Meth erwischt. Der Vorfall ist fatal - kurz vor wichtigen Wahlen auch für seine Partei.
Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Frank Tempel, hat dafür plädiert, Beck zu helfen, statt ihn zu kriminalisieren. "Strafrechtlich ist das eine klare Sache", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) mit Blick auf den bekannt gewordenen Drogenfund.
"Besitz und Erwerb von Betäubungsmitteln ist strafbar. Häufig werden die Ermittlungen allerdings eingestellt wegen geringer Mengen." Tempel fügte mit Blick auf seinen Kollegen von den Grünen hinzu: "Hier geht es ausschließlich um eine Selbstschädigung. Man muss sich fragen, ob es richtig ist, darauf mit Polizei und Staatsanwaltschaft und nicht mit Hilfsangeboten zu antworten."
Öffentlich bekundeten am Mittwoch viele politische Weggefährten ihre Solidarität mit Beck: So twitterte etwa sein Fraktionskollege Sven-Christian Kindler: "Respekt für Volker!"
Beck ist einer der bekannteren Köpfe der Grünen. Er sitzt seit den Neunzigern im Bundestag, häufig auch in Talkshows. Er gilt neben Claudia Roth wohl als größter Moralapostel seiner Partei, womit er auch in den eigenen Reihen vielen immer wieder auf die Nerven gegangen ist.



