AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Bargeldlos in den Geldwettbewerb?

Kritiker: Erst die staatliche Abschaffung des Bargelds werde in stärkerem Maße dazu führen, dass sich die Menschen nach alternativen Zahlungsmitteln und Sparmöglichkeiten umsehen.

 

von Fabian Grummes 

Angesichts des sich verschärfenden Kampfs des Staates gegen das von ihm selbst als einziges legales Zahlungsmittel deklarierte Bargeld sind es nicht nur die Mahner, die ihre Stimme erheben. Gerade Befürworter der Hayekschen Idee des Geldwettbewerbs können einer möglichen Abschaffung des Bargeldes auch positive Aspekte abgewinnen. Erst die staatliche Abschaffung des Bargelds werde, so ihr Argument, in stärkerem Maße dazu führen, dass sich die Menschen nach alternativen Zahlungsmitteln und Sparmöglichkeiten umsehen. Noch ist es möglich, anonym einzukaufen. Noch kann man sich auch gegen mögliche Negativzinsen durch verstärke Geldhortung wehren. Noch also besteht keine dringende Notwendigkeit, in der Frage nach Geldalternativen aktiv zu werden. 

 

Hat der Staat aber erst einmal die letzte Fluchtmöglichkeit geschlossen, dann werden sich die Menschen plötzlich der staatlichen Repression bewusst und sich aktiv nach Möglichkeiten umsehen, das staatliche Bargeldverbot zu umgehen. Dann schlägt die wahre Stunde von Bitcoins, von Gold und Silber, von Regiogeldern, Zeitkonten, Tauschhandel und von anderen Zahlungssystemen und -methoden, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können und die erst im Marktprozess hervorgebracht werden, so ihre Überlegung. Daran ist sicherlich richtig, dass die Menschen immer Lösungen suchen und Wege finden, staatliche Repressionen zu umgehen und auszuhebeln. Wo Preiskontrollen und Zwangsbewirtschaftung herrschen, geht der freie Markt in den Untergrund und wird zum „Schwarzmarkt“. 

 

So war es beispielsweise während der Prohibition in den USA der Fall. Der Alkoholkonsum stieg, gerade in Ballungsräumen um New York und Chicago herum, rapide an. Die Zahl illegaler Kneipen, sogenannter „Speak Easy“, explodierte förmlich und der Alkoholschmuggel aus dem Ausland erblühte. Aber zeitgleich stiegen die Preise für Alkohol um ein Vielfaches, während die Qualität des produzierten Alkohols rapide sank – rund 10.000 Menschen starben wohl infolge des Konsums unsauber gebrannter Schnäpse. Menschen, die außerhalb der Ballungsgebiete lebten, hatten wenig Chancen, Alkohol zu kaufen bzw. mussten dafür weite Wege in Kauf nehmen. Das organisierte Verbrechen übernahm Schutz- und Kontrollfunktionen und in der Folge stiegen die Kriminalitätsraten überall an. Mit anderen Worten: Die Opportunitätskosten für Alkohol stiegen in Folge des Verbots dramatisch. 

 

Ähnlich wird es sich im Falle des Bargeldverbots verhalten. Wer glaubt, dass der Staat tatenlos zusehen wird, wenn sich die Bürger von seinem, dem staatlichen Zwangsgeld abwenden, der offenbart eine gefährliche Naivität. Vielmehr wird der Staat alle ihm zu Verfügung stehenden Mittel nutzen, um dann auch die letzten Schlupflöcher zu stopfen. Im Zuge eines Bargeldverbots wird auch der Besitz oder zumindest der Handel mit Edelmetallen, wenn schon nicht verboten, dann auf jeden Fall deutlich eingeschränkt werden.

 

Alternative Kryptowährungen wie Bitcoins dürften dann ebenfalls weiteren starken Repressalien unterworfen sein. Regiogelder und Tauschringe werden vermutlich strengen Dokumentationspflichten unterworfen und deren Mitglieder werden jede Transaktion rechtfertigen und gegebenenfalls auch versteuern müssen. In allen Fällen dürfte bereits das Auffinden seiner Handelspartner zu einem Vabanquespiel werden, bei dem man schlimmstenfalls bereits mit einem Bein im Gefängnis steht. Last but not not least ist es nach einem beschlossenen Bargeldverbot auch zu spät.

 

Wer dann noch versucht, sein nur mehr digital vorhandenes Geld in Gold und Silber zu tauschen, wird – so ein solcher Umtausch dann überhaupt noch möglich ist – ausnahmslos registriert werden. Der Erwerb von Bitcoins und ähnlichem geht heute schon nicht spurlos von statten. Irgendwie müssen die Euro, Dollar oder Yen schließlich in Bitcoins und Satoshis getauscht werden, wenn man die Coins nicht per Computer „schürft“. Dies geschieht aber zumeist mittels einer bequemen Überweisung. Zwar ist die so erworbene Blockchain dann völlig anonymisiert und auch ein anonymer Einkauf mit derselben möglich. Ob dies aber unter einem Bargeldverbot lange so bleiben wird, ist höchst fraglich. 

 

Viel wahrscheinlicher nämlich dürfte es sein, dass dann recht zeitnah entsprechende Gesetze verabschiedet werden, die zumindest die Betreiber von Bitcoin-Börsen oder Bitcoin-Wallets darauf verpflichten, ihre Kundendaten im Zweifelsfall offen zu legen – für alle übrigen Kyrptowährungen gelten diese dann natürlich genauso. Verdächtig ist dann im Zweifel bereits, wer eine entsprechende App herunterlädt.

 

Nein, ein Bargeldverbot öffnet uns keine Hintertür zu einem besseren Geldsystem dank plötzlich entfachtem Geldwettbewerb im Untergrund. Dieses muss auf einem anderen Wege erreicht werden. Die Abschaffung des Bargelds bedeutet nur das endgültige Aus für die bürgerlichen Freiheiten – ohne Wenn und Aber und ohne jede Hintertür. 

www.stop-bargeldverbot.de

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC
Aktuelle Presse
Ärztechef will deutlich höhere Preise für Zigaretten und Alkohol

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, spricht sich für eine deutliche Verteuerung von Tabak- und Alkoholprodukten aus. Ziel sei es, insbesondere Jugendliche [ ... ]

Die israelische Regierung hat am Sonntag den Völkermord an den Armeniern durch das Osmanische Reich während des Ersten Weltkrieges offiziell anerkannt. Grundlage ist ein Resolutionsentwurf von [ ... ]

In der Debatte über mehr Hitzeschutz in Deutschland kommt aus der Union die Forderung nach Sonnencremespendern in deutschen Städten. "Auch Wasser- und Sonnencremespender sollten installiert werden, [ ... ]

In der Nacht zu Sonntag ist ein weiterer Temperaturrekord in Deutschland aufgestellt worden.

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Ergebnissen am Vormittag mitteilte, ist die Temperatur [ ... ]

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat seinen baldigen Rücktritt in Aussicht gestellt. Er werde noch einige Wochen Präsident sein und dann zurücktreten, sagte er vor Anhängern [ ... ]

Bofinger warnt vor Integration von Beamten in gesetzliche Rente

Peter Bofinger, Mitglied der Rentenkommission, warnt vor einer Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung. "Das wäre eine massive Doppelbelastung für den öffentlichen [ ... ]

Südkorea und Japan wollen ihre Verteidigungskooperation vertiefen. Die Verteidigungsminister beider Länder einigten sich bei einem Treffen in Seoul unter anderem auf eine verstärkte Zusammenarbeit [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.