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DAX unter 3000?

Albert Edwards von der Société Générale erwartet einen Kollaps der Aktienmärkte. „Mein Dax-Ziel: unter 3000 Punkten." Der Analyst ist extrem pessimistisch, weil er eine Rezession in einer überschuldeten Welt erwartet. Gold als Rettung.

 

Der bekannte Analyst Albert Edwards von der Société Générale erwartet einen Kollaps der Aktienmärkte. An der Wall Street und anderen Märkten erwartet er einen Einbruch um drei Viertel. So sieht er auch die Zukunft des deutschen Marktes: „Mein Dax-Ziel: unter 3000 Punkten. Das kann ich mir sehr leicht vorstellen.“ Momentan liegt die Messlatte knapp unter der Marke von 10000 Zählern.

 

Wohin die Reise geht, kann man jetzt schon an den Kursen der Finanzinstitute ablesen. Commerzbank notiert in der Nähe der Allzeittiefs. Nicht viel besser sieht es bei der Deutschen Bank aus. Der Kurs des deutschen Bankenprimus hat sich allein in den letzten Monaten noch mal halbiert. Viele Finanzinstitute der Südschiene notieren gar im Cent-Bereich. Der Kursverfall ist auf die hohe Schuldenlast der Banken zurückzuführen. Dies dürfte in Zukunft noch zu erheblichen Problemen führen.



Edwards ist extrem pessimistisch, weil er eine Rezession in einer überschuldeten Welt erwartet. Das werde die Börsen abwärts ziehen. Aktien seien zu hoch bewertet und damit anfällig. Edwards ist schon lange bekannt als Ultra-Pessimist. Aber jetzt sieht er die Rezession nahe: „Die kommt vielleicht sehr schnell, denn die Gewinne und Margen verschlechtern sich schon.“



Der Brite beruft sich auf eine Untersuchung der Börsenentwicklung an der Wall Street in den letzten 100 Jahren. Es habe drei lange Abwärtsbewegungen gegeben, jede mit mehreren Rezessionen und sinkenden Aktienbewertungen. Nach diesem Muster kommt er zu dem Schluss: „Ich sehe dann den S&P 500 bis auf 550 Punkte fallen.“ Derzeit steht der US-Aktienindex bei über 2000 Zählern.



Der Analyst rechnet im Zuge der Rezession mit weiteren Zinssenkungen. „Der US-Leitzins kann vielleicht auf minus fünf Prozent gedrückt werden. Das wäre dann auch so ähnlich in der Eurozone und in Japan“, sagt er. Die zehnjährigen US-Staatsanleihen könnten von jetzt knapp zwei Prozent Rendite auf minus ein Prozent sinken.

 

Auch deutsche Zehnjährige würden deutlich ins Minus rutschen. Anleihen seien deshalb die bessere Alternative im Vergleich zu Aktien. Edwards zu seinen privaten Anlagen: „Das meiste halte ich in Cash, ein wenig Anleihen. Dazu kommt Gold.“ Er glaubt an einen deutlich steigenden Goldpreis.

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