Man muss schon ein selten dämlicher, öffentlich-rechtlicher ARD-Troll sein und mit besonders verbohrtem propagandistischem Vorsatz handeln, um die wahren Hintergründe des Milchpreisverfalls zu leugnen.
via Propagandaschau
Die der EU von den USA aufgezwungenen Sanktionen gegen Russland und das im Gegenzug verabschiedete Embargo schaden der deutschen und europäischen Wirtschaft massiv. Es sind Milliardenverluste und tausende verlorene Arbeitsplätze, die die Vasallenregierung in Berlin in Kauf nimmt, um ihre Herren in Washington nicht zu vergrätzen.
Während die Lügenpresse sich im August 2014 nicht entblödete, von „bereits leeren“ Supermarktregalen in Russland zu schwadronieren, dürfte der Boykott von landwirtschaftlichen Produkten aus der EU für russische Bauern ein durchaus willkommener Segen gewesen sein. Besser kann man sich ja kaum vor Konkurrenz schützen, als wenn diese sich in geistiger Umnachtung quasi selbst aussperrt. Für Landwirte in der EU hingegen war und sind die von Brüssel begonnenen wechselseitigen Sanktionen ein veritables Fiasko. Sie hatten zuvor erheblich vom riesigen russischen Markt profitiert und ihre Kapazitäten darauf eingestellt.
Man muss deshalb schon ein selten dämlicher, öffentlich-rechtlicher ARD-Troll sein und mit besonders verbohrtem propagandistischem Vorsatz handeln, um die wahren Hintergründe des Milchpreisverfalls zu leugnen.
Selbst die Konzernmedien von SPIEGEL bis Springer berichten meist korrekt über das, was nicht aus der Welt zu lügen ist, dass die Sanktionen Hauptursache für Milchschwemme und Preisverfall sind und dass sie nun viele deutsche und europäische Bauern in den Ruin treiben. Selbst das ZDF hat es sich verkniffen, einen diesbezüglichen Hinweis im Interview mit dem Sprecher des bayerischen Bauernverbandes herauszuschneiden.
ZDF 17.05.2016 heute 19.00 Uhr
Markus Peters: „Ein Grund ist, dass Russland nichts mehr importiert, China nimmt nicht mehr genügend ab und so ist ein Überangebot auf dem europäischen Markt entstanden…“
Selbstverständlich wird der Hinweis auf die Sanktionen als Ursache auch im Zweiten Deutschen Staatssender nicht vertieft oder gar ein Politiker gefragt, wie viele Bauern man denn noch bankrott gehen lassen will, um den USA zu Diensten zu sein.
Die ganze Verlogenheit – und vor allem auch Vorsätzlichkeit – in der ARD-Propaganda erwies sich nun am Dienstag einmal mehr darin, dass man in den Hauptnachrichtensendungen die Ursache für die Milchschwemme komplett totschweigt und die Zuschauer gezielt und systematisch für dumm verkauft.
Sowohl in der tagesschau, als auch in den tagesthemen wurden die Sanktionen mit keinem Wort erwähnt. Selbst in einem „Kommentar“ zum Thema Milchpreisverfall lügt ARD-Flittchen Ellen Ehni den Zuschauern frech ins Gesicht und beschimpft die Verbraucher obendrein noch, sie seien schuld am Preisverfall, weil sie so gerne billig einkaufen. Als ob ein nennenswerter Anteil der Konsumenten einen Umweg zum Discounter machen würde, weil die Milch dort ein paar Cent billiger ist, als bei der möglicherweise näher gelegenen Konkurrenz!
Auch im anschließenden Bericht von Kristin Schwietzer erfährt der Zuschauer kein einziges Wort zu den tatsächlichen Ursachen. Es wäre nebenbei bemerkt durchaus interessant, sich die diesbezüglichen Gespräche in der Radaktion einmal anzuhören, wenn zu Lügnern und Propagandisten degradierte Textableser wie Hofer und billige PR-Flittchen wie Schwietzer angewiesen werden, keine Fragen nach den wahren Ursachen zu stellen und in diesem Kontext bloß nicht die Worte „Russland“ oder „Sanktionen“ in den Mund zu nehmen!
Die tagesthemen legten dann wie bereits angekündigt noch eine Schippe drauf. Dort waren Milchschwemme und Preisverfall am Dienstag Top-Thema und dennoch wurde in Anmoderation, Beitrag und Kommentar kein Wort über die wahren Hintergründe verloren. Ein echtes Kunststück moderner Propaganda und Desinformation.
Die verlogene Dummschwätzerin, die die Zuschauer in der Anmoderation einmal mehr für komplett bescheuert verkaufen wollte, war Pinar Atalay: „Es gibt einfach zu viel Milch!“ Ursächlich sind – so will es das öffentlich-rechtliche Milchmädchen den Zuschauern weismachen – nicht die Sanktionen, sondern die Abschaffung der Milchquote.
Atalay: „…Nun wird uns immer und immer wieder frisch der neueste Streit um die Milchpreise eingeschenkt, die immer weiter sinken, weil es einfach [man beachte an dieser Stelle das physische Schütteln Atalays! Eine deutliche Übersprungshandlung im Wissen um die Lüge] zu viel Milch auf dem Weltmarkt gibt. Nachdem die Milchquote 2015 nach Jahrzehnten abgeschafft wurde, war klar, sowas Großes geht nicht einfach so vorbei. Das hat Konsequenzen.“
Dumm nur, dass man sogar seitens der ARD tagesschau bereits im März 2015 angekündigt hat, dass die Abschaffung der Quote voraussichtlich keinen großen Einfluss auf die Preise haben wird. Tatsächlich war die Produktion auch in den Vorjahren schon gestiegen, nur hatte man da eben auch noch bis 2014 den Abnehmer Russland und auch in Asien/China mehr absetzen können.
Auch im folgenden Kommentar wird dann frech gelogen, der sinkende Preis sei dem Wegfall der Quote geschuldet. Erneut fällt kein Wort über den kompletten Wegfall des russischen Marktes. Die deutschen Konsumenten – und nicht etwa die Politik der EU – seien Teil eines perversen Systems behauptet Ellen Ehni und lenkt den Fokus dann auf Tierhaltung und Umweltschutz – als ob diese auch nur das Geringste mit dem aktuellen Verfall der Milchpreise zu tun hätten. Politische Verblödung auf GEZ-Kosten.
Der Bundesverband deutscher Milchviehhalter stellt darüber hinaus klar, dass er – anders als in Berichten der ARD-Anstalten behauptet – auch gar keine Rückkehr zur Quote fordert:
„Aufgrund wiederholter Berichte, der BDM würde eine Rückkehr zur Quote fordern, u.a. auch in Hörfunkbeiträgen und Videotext des Bayerischen Rundfunks, sieht sich der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter veranlasst, noch einmal offiziell festzuhalten, dass er keine Rückkehr zur Quote fordert. Von bundespolitischer Seite wird das zwar gerne behauptet – vermutlich um das BDM-Krisenmanagementkonzept zu diskreditieren und weitere Diskussionen darüber vom Tisch zu wischen. Es wird dadurch nicht richtiger!“
Dass hinter der Desinformation der ARD System und Vorsatz stecken, beweist dann auch noch der WDR, der am Mittwoch in seinem Hörfunkprogramm nachlegt. Man solle doch abgelaufene Milch zum Putzen benutzen (und dafür vermutlich dann extra einen Liter mehr kaufen – ist ja so billig). Auch ein Schönheitsbad in Milch und den Kauf von antiallergischer Kleidung aus Kasein legen die Milchbubis des WDR den Hörern ans Herz.







