EX-EU-Chef Barroso hat kein Problem mit seinem neuen Job bei Goldman Sachs und spricht von von einer stimulierenden Aufgabe.
Handelsblatt Morning Briefing:
Leider nicht gerade stimmungsfördernd ist die neue Tätigkeit jenes Mannes, der immerhin zehn Jahre lang der EU-Kommission vorgestanden hat: José Manuel Barroso wird Berater der US-Investmentbank Goldman Sachs, die dem überschuldeten Griechenland einst mit ein paar Finanztricks geholfen hat, doch den Stabilitätskriterien der Euro-Zone zu genügen und dem Währungsklub beizutreten.
Jetzt verstehen Linke, Rechte und Barroso selbst die Welt nicht mehr. Die ersteren sehen Elitenversagen, der Portugiese wiederum redet von einer stimulierenden Aufgabe. "Es hat sich bewährt, an das Gute im Menschen zu glauben, aber sich auf das Schlechte zu verlassen", wusste der Schriftsteller Alfred Polgar.



