Islamistischer Hintergrund oder nicht? Der Massenmörder von Nizza soll vor seinem Tod "Allahu Akabar" gerufen haben. - Video zeigt letzte Minuten.
Die Identität des Mannes, der in der Nacht auf Freitag mit einem 19-Tonner auf der Promenade des Anglais in Nizza in mörderischer Absicht in eine Menschenmenge fuhr scheint geklärt zu sein.
Es handelt sich um Mohamed Lahouaiej Bouhlel, einen 31-jährigen Passfranzosen tunesischer Herkunft. Der Mann war wegen Diebstahl, häuslicher und Waffengewalt bereits verurteilt worden, stand aber nicht unter Beobachtung der Behörden, da diese bislang keinen terroristischen Hintergrund vermuteten.
Zeugenberichten zufolge soll Bouhlel während des Schusswechsels mit der Polizei, bei dem er final erschossen wurde, „Allahu akbar“ gerufen haben.
52 Menschen noch in Lebensgefahr
Bei dem Terroranschlag von Nizza sind nach letzten Angaben 84 Menschen ums Leben gekommen und über 202 Menschen verletzt worden. Das sagte der französische Staatsanwalt François Molins am Freitagnachmittag.
Unter den 200 Verletzten seien 52 in einem kritischen Zustand, 25 Menschen sogar im Koma. Unter den 84 Todesopfern seien zehn Kinder.
Der Lkw-Fahrer, der über mehrere Kilometer an der Promenade von Nizza gezielt Passanten überfuhr, sei schließlich von der Polizei erschossen worden, um weitere Opfer zu vermeiden. Bei ihm seien mehre Schusswaffen gefunden worden. Das Berliner Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hatte am Freitag mitgeteilt, dass auch zwei Schüler und eine Lehrerin aus Berlin unter den Todesopfern sind.
Video: Polizei erschießt Täter



