Der "Islamischer Staat" bekennt sich zum Terror-Anschlag in Nizzza. Dies erklärte der IS auf seiner Webseite.
Die radikal-sunnitische Miliz "Islamischer Staat" (IS) hat sich zum jüngsten Terroranschlag in Frankreich bekannt. Das Bekenntnis wurde auf einer IS-nahen Webseite veröffentlicht. Zuvor hatten französische Behörden vier Personen aus dem Umfeld des Attentäters verhaftet.
Ein 31-jähriger Tunesier war am Donnerstag, dem französischen Nationalfeiertag, mit einem Lkw durch eine feiernde Menschenmenge in der Stadt Nizza gerast: Dabei waren 84 Menschen ums Leben gekommen, 188 wurden verletzt. 48 Menschen schweben noch in Lebensgefahr. Bislang hatten Ermittler keine Verbindung zwischen dem Attentäter und der Terrormiliz gefunden. Der 31-Jährige war den Sicherheitsbehörden vollkommen unbekannt gewesen.
Der Vize-Chef des "Bundes Deutscher Kriminalbeamter" (BDK), Ulf Küch, schließt Nachahmungstaten nach dem Anschlag in Nizza auch für Deutschland nicht aus. "Man sieht, dass die Unmenschen nicht nur herkömmliche Waffen gebrauchen, sondern mittlerweile mittels eines einfachen Lkw ihre mörderischen Spuren zu ziehen in der Lage sind. In solchen Fällen ist es kaum möglich, hier etwas zu verhindern", sagte Küch dem "Handelsblatt". Natürlich würden auch Großveranstaltungen von der Polizei geschützt.



