Hedgefonds aus Boston wettet rund 130 Millionen Euro gegen die Deutsche Bank. Es ist bereits der dritte Hedgefonds, der binnen kurzer Zeit auf einen Kursverfall des größten deutschen Finanzinstituts spekuliert.
Highfields Capital, ein mehr als zehn Milliarden Dollar schwerer Hedgefonds aus Boston, spekuliert nach Informationen der Wochenzeitung DIE ZEIT gegen die Deutsche Bank.
Wie aus Pflichtmeldungen im elektronischen Bundesanzeiger hervorgeht, hat Highfields Capital in der vergangenen Woche Handelspositionen aufgebaut, die 0,74 Prozent aller Aktien des Geldhauses betreffen und Gewinn einbringen, sobald der Aktienkurs fällt. Gemessen an den Durchschnittskursen der zwei Tage, für die der Fonds Meldungen abgab, beträgt das Volumen der Geschäfte insgesamt rund 130 Millionen Euro.
Highfields Capital ist bereits der dritte Hedgefonds, der binnen kurzer Zeit auf einen Kursverfall der Deutschen Bank spekuliert. Vor ein paar Wochen hatten Marshall Wace und ein Fonds des berühmten Spekulanten George Soros gegen das Kreditinstitut gewettet.
Soros hält Spekulationen gegen deutsche Banken für Erfolg versprechend. Soros sagte der WirtschaftsWoche: „Die Deutsche Bank ist eindeutig die verwundbarste große Geschäftsbank.“
Soros hatte vor wenigen Wochen mit einer 100 Millionen Euro-Wette auf einen fallenden Aktienkurs der Deutschen Bank für Aufsehen gesorgt.
Der Spekulant sagte zum allgemeinen Zustand europäischer Banken: „Das Bankensystem ist in Europa weniger solide und gesund als in den USA oder Großbritannien. Nach der letzten Weltfinanzkrise sind die Aufräumarbeiten dort weniger umfangreich und sorgfältig ausgefallen.“



