Dubioser Geldtransport von der USA in den Iran. Per Flugzeug hat Washington 400 Millionen Dollar in bar nach Tehran geschickt. Die Hintergründe sind unklar. Es handele sich angeblich um eine offene Rechnung.
Die US-Regierung hat den Transport von Bargeld im Wert von umgerechnet 400 Millionen Dollar in einem Flugzeug in den Iran verteidigt. Sie trat einen Medienbericht entgegen, nach dem es sich um Lösegeld für die Freilassung von US-Geiseln gehandelt haben könnte.
Das Geld sei eine Zahlung gewesen, die am Internationalen Gerichtshof in Den Haag vereinbart worden sei, sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Josh Earnest, am Mittwoch. Das «Wall Street Journal» hatte zuvor über Einzelheiten der Zahlung berichtet, die im Kern seit Januar bekannt ist.
Offene Rechnung zwischen USA und Iran
Dabei spielte auch die Schweiz eine offenbar grössere Rolle: Da Geldgeschäfte in Dollar mit dem Iran laut US-Gesetz verboten sind, haben die USA laut dem Bericht den Geldtransfer via die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Niederländische Zentralbank abgewickelt. Die Amerikaner transferierten das Geld dorthin, wo es in Franken und andere Währungen gewechselt und anschliessend per Flugzeug in den Iran geflogen wurde.



