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Perfekter Sturm für Gold und Edelmetalle

Der Niedergang des Bankensystems scheint unaufhaltbar. - Seit 2008 pumpten globale Notenbanken mehr als 12 Billionen Dollar ins Finanzsystem.

 

Von Uli Pfauntsch

Der Niedergang des Bankensystems kann mit unlimitierter Geldschöpfung noch für unbestimmte Zeit hinausgezögert werden. Ein Phänomen, das sich nicht nur in Europa, sondern weltweit zeigt: Seit 2008 pumpten globale Notenbanken mehr als 12 Billionen Dollar ins Finanzsystem.

 

Gleichzeitig senkten die Zentralbanken insgesamt mehr als 650 Mal die Zinsen. Inzwischen haben wir die bizarre Situation, dass weltweit Staatsanleihen im Wert von mehr als 12 Billionen Dollar zu negativen Zinsen notieren. Es ist die Perversion von Kapitalismus und Ausdruck einer idiotischen Geldpolitik.

 

Die endlose Gelschöpfung der Notenbanken hat den Wert der Papierwährungen über die letzten 100 Jahre nahezu vollkommen zerstört. Das bestätigt die Aussage von Voltaire aus dem Jahr 1729: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null“.

 

Tatsächlich haben die wichtigsten Währungen seit 1913 (Gründung der Fed) bis heute zwischen 97 und 99 Prozent gegen Gold verloren. Bekanntlich befinden wir uns in einer Phase, in der jede Nation und jeder Wirtschaftsraum bemüht ist, seine eigene Währung gezielt abzuwerten.

 

Da aber die Weltwirtschaft nicht gegen sich selbst abwerten kann, werden wir nun in eine beschleunigte Phase der globalen Geldentwertung eintreten. Dass dieser Prozess bereits begonnen hat, zeigt sich daran, dass Gold sowie andere Edelmetalle und Rohstoffe inzwischen gegenüber sämtlichen Währungen aufwerten.

 

Über die ersten sechs Monate des Jahres, stiegen die Rohstoffpreise um durchschnittlich 12,5 Prozent, während der Dollar mit 2,6 Prozent deutlich weniger abwertete. Mit einem Anstieg um 25 Prozent seit Jahresbeginn, zeigt Gold eine deutliche Outperformance gegenüber sämtlichen anderen Vermögensklassen.

 

Darum ist der Gold-Bulle noch jung

Seit dem Jahr 2000 ist der Dollar gegenüber Gold um satte 80 Prozent gefallen. Gegenüber dem Pfund waren es 82 Prozent, gegenüber dem Rubel 91 Prozent, dem Südafrikanischen Rand 92 Prozent und gegenüber dem argentinischen Peso sogar 99 Prozent. Auch die weltweiten Aktienindizes sind gegenüber Gold seit 2000 zwischen 60 Prozent und 85 Prozent gefallen.

 

Ein interessanter Vergleich zeigt sich am Beispiel der Banken: Ein 10000-Euro-Investment in die Aktie der Deutschen Bank aus dem Jahr 2000, hätte heute einen Wert von circa 1.200 Euro.

 

Zum Vergleich: 10.000 Dollar in Gold aus dem Jahr 2000 kommen heute hingegen auf einen Wert von stattlichen 48.000 Dollar. Gehen wir drei bis fünf Jahre in die Zukunft, ist das Investment in der Aktie der Deutschen Bank vermutlich wertlos, während Gold erheblich teurer sein wird – im Falle einer Hyperinflation um ein Vielfaches.

 

Der neue Gold-Bullenmarkt, der diesen Januar startete, ist gerade einmal ein halbes Jahr alt. Vorausgegangen war der längste und heftigste Bärenmarkt im Minensektor aller Zeiten. Von 2011 bis Januar 2016, verlor der NYSE Arca Gold Bugs Index rund 84 Prozent an Wert. In diesem Index sind die wichtigsten und größten Minen-Produzenten der Welt enthalten. Nicht berücksichtigt sind hunderte Junior Gold- und Silberexplorer und Development-Companies, die um durchschnittlich 95 Prozent gesunken waren. Historisch betrachtet, sind diese kleinen Unternehmen in der Lage, während Bullenmärkten 1.000 Prozent und mehr zu zuzulegen.

 

Wie Sie wissen, enden Bullenmärkte niemals nach nur sechs Monaten. Die durchschnittliche Dauer eines Gold-Bullenmarktes beläuft sich auf 216 Wochen oder knapp über vier Jahre. Noch wichtiger ist es, zu erwähnen, dass während dieser Phase jeder im Index enthaltene Minenwert um durchschnittlich 450 Prozent zulegt.

 

Während des Bullenmarktes von 2000 bis 2003, stieg die durchschnittliche Goldaktie um 602 Prozent, die besten erzielten 1.000 Prozent und mehr. Jeder Bullenmarkt im Minensektor zeichnet sich durch scharfe Anstiege und ebenso heftige Korrekturen aus. Rückgänge binnen kurzer Zeit von 10 Prozent und mehr, sind an der Tagesordnung. Gleichzeitig bietet jede dieser Korrektoren erstklassige Kaufgelegenheiten mit Aussicht auf neue Rekordhochs.

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