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Stiglitz: Der Euro muss weg

US-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz fordert die Abschaffung des Euro. "Die Konstruktionsfehler des Euro scheinen unüberwindbar. Es ist Zeit, über eine Auflösung nachzudenken."

 

"Der Euro wurde geschaffen, um für Wachstum und mehr Solidarität in Europa zu sorgen. Genau das Gegenteil ist eingetreten. Einige Länder stecken in einer wirtschaftlichen Depression, die größer ist als die Große Depression der 1930er-Jahre" - Joseph Stiglitz

US-Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz rechnet mit dem Euro ab:  in der Financial Times (Paywall) schreibt er, dass "die gemeinsame Währung mehr Wohlstand bringen und für mehr Solidarität in Europa sorgen sollte. Sie hat jedoch genau das Gegenteil erreicht."

 

Der bekannte Ökonom zieht zur Illustration seiner These einen historischen Vergleich heran: "In vielen Ländern ist die wirtschaftliche Depression schlimmer als die Grosse Depression in den 1930er Jahren." Der 73-Jährige unmissverständlich: "Der Euro war seit seiner Geburt ein grosser Fehler."

 

Stiglitz weiter: "Die Konstruktionsfehler des Euro scheinen unüberwindbar. Es ist Zeit, über eine Auflösung nachzudenken." Vorschlag: einen reibungslosen Übergang mit einem flexiblen Euro für Süd- und Nordeuropa.

 

Zu den aktuellen Äußerungen des US-Ökonomen Stiglitz, der Euro müsse als Währung abgeschafft werden, erklärt der Vorsitzende der Alternative für Deutschland, Jörg Meuthen:

Mittlerweile scheint selbst der letzte Keynesianer zu begreifen, dass der Euro Deutschland und Europa mehr schadet als nützt.

Stiglitz hat vollkommen recht, wenn er endlich anerkennt, dass die Konstruktionsfehler der Gemeinschaftswährung unüberwindbar sind und die Zeit gekommen ist, über eine Auflösung dieser Währung nachzudenken.



Diese Erkenntnis hat 2013 zur Gründung der Alternative für Deutschland geführt. Die AfD hat bereits vor Jahren vor den großen Risiken und immensen Kosten des Euro gewarnt. Wenn sich nun auch Stiglitz der von vielen – deutlich schneller zu dieser Erkenntnis gelangten – Ökonomen wie zum Beispiel Hans-Werner Sinn schon sehr lange vertretenen  Position anschließt, dass der Euro in diesem Währungsverbund keine Zukunft haben kann, wird deutlich, wie aussichtlos es ist, an dieser Fehlkonstruktion aus rein politischen Motiven immer noch festzuhalten.



Mittlerweile ist Frau Merkel eine der letzten, die sich noch so stur wie aussichtslos an den Euro klammert – ausgenommen natürlich die Vertreter der Südländer, die dabei lediglich ihren kurzfristigen Profit und die breite Streuung ihrer Verschuldung in eine große Haftungsgemeinschaft im Auge haben.

 

Sie muss endlich begreifen, dass der Euro Deutschland und der Europäischen Union nicht nutzt, sondern schadet. Sie darf nicht aus Prinzip an einem Projekt festhalten, von dem inzwischen jedermann sehenden Auges klar ist, dass es ein offenkundiger Fehler war. Sollte Frau Merkel weiter für die Gemeinschaftswährung werben, dann ist sie auch aus diesem Grund falsch an ihrem Platz.



Vor diesem Hintergrund ist es höchste Zeit, dass wenn schon keine Erkenntnis und keinerlei Korrektur des grundfalschen Weges von ihr zu erwarten ist, im nächsten Jahr endlich Neuwahlen stattfinden.

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