Hemmungslose Kriegspropaganda: ARD und ZDF rechtfertigen Einmarsch der Türkei in Syrien. Mit keinem Wort wird in den sogenannten „Nachrichten“-Sendungen erwähnt, dass der Einmarsch türkischer Truppen in syrisches Hoheitsgebiet vollkommen völkerrechtswidrig ist.
Via Propagandaschau
Die Unverschämtheit, mit der die Kriegspropaganda von ARD und ZDF jegliche journalistischen Standards, das Völkerrecht, Anstand und Moral hinter sich gelassen hat, ist immer wieder atemberaubend.
Von ARD- und ZDF-Propaganda totgeschwiegen: Syrien verurteilt die Verletzung seiner staatlichen Souveränität durch die Türkei
Im Oktober letzten Jahres haben wir hier dokumentiert, wie die „öffentlich-rechtlich“ lackierten deutschen Propagandaorgane die völkerrechtswidrigen Bombardements des Westens in Syrien als legitimes und normales Vorgehen präsentiert und die völkerrechtlich einwandfreie Unterstützung Russlands an der Seite der legitimen syrischen Regierung skandalisiert haben. Diese Desinformation setzt sich bis heute fort und erreichte gestern einen neuen Höhepunkt, als die Türkei mit Panzern in das Nachbarland einmarschierte, dessen Krieg und Terror sie bereits seit 2011 vorantreibt.
Mit keinem Wort erwähnen ARD und ZDF in ihren sogenannten „Nachrichten“-Sendungen, dass der Einmarsch türkischer Truppen in syrisches Hoheitsgebiet vollkommen völkerrechtswidrig ist und dass Syrien die Vereinten Nationen aufgefordert hat, dieser militärischen Aggression Einhalt zu gebieten.
Stattdessen verkaufen beide Sender der deutschen Öffentlichkeit das Vorgehen der Türkei als legitime und gerechtfertigte „Offensive“ im Kampf gegen Terrorismus.
ZDF 24.08.2016 heute 19.00 Uhr
ZDF heute 19.00 Uhr. Die Schlagzeile lautet nicht: „Türkei marschiert in Syrien ein!“, sondern „Offensive gegen Terrormiliz IS“
Petra Gerster: „Die Lage an der türkisch-syrischen Grenze verschärft sich weiter. Die Türkei hat jetzt Panzer auf syrisches Gebiet geschickt. Der Vorstoß mit Unterstützung der USA soll die Region von der Terrormiliz IS befreien….“
Roland Strumpf: „’81 Ziele vernichtet‘, meldete das türkische Militär schon kurz nach Beginn der Kämpfe. Die ersten Jets waren noch bei Dunkelheit vom Luftwaffenstützpunkt in Incirlik gestartet. Der Beginn der Operation ‚Schutzschild Euphrat“. Danach Artilleriefeuer auf Stellungen rund um die Stadt Dscharabulus auf syrischer Seite… Die ganze Offensive – wie sich jetzt schon zeigt – eine wohlabgestimmte Aktion der westlichen Allianz gegen den IS…“
Das gleiche Wording in der ARD tagesschau! Auch hier wird ein völkerrechtswidriger Einmarsch zu einer „Offensive“ gegen den Terror. Kein Wort davon, dass dieser Krieg auf syrischem Boden völkerrechtswidrig ist, kein Wort davon, dass Syrien dagegen protestiert hat und kein Wort davon, dass die Türkei eben jene Terroristen des IS in der Vergangenheit unterstützt hat.
ARD 24.08.2016 tagesschau 20.00 Uhr
Der Begriff „Türkische Offensive“ könnte aus dem Fußball stammen. Tatsächlich handelt es sich um den kriegerischen und völkerrechtswidrigen Einmarsch in ein Nachbarland.
Jan Hofer: „Die Türkei hat in Nordsyrien eine Bodenoffensive gestartet. Nach Luftangriffen auf das Grenzgebiet rückten türkische Panzer auf die syrische Grenzstadt Dscharabulus vor. Der Angriff richtet sich nicht nur gegen die Terrororganisation Islamischer Staat, sondern auch gegen kurdische Rebellen, die selbst gegen den IS kämpfen. Die Türkei will verhindern, dass die Kurden im Norden Syriens ihre Machtposition ausbauen.“
Volker Schwenck: „… Es scheint, als hätten sich sowohl die Türkei als auch die USA zu einer neuen Strategie in Syrien entschieden.“
Lapidarer als Schwenck das hier vorführt, kann man einen militärischen Einmarsch in ein Nachbarland nicht verharmlosen. Es besteht überhaupt kein Zweifel, dass die gleiche verlogene Verbrecherbande der „Öffentlich-Rechtlichen“ lauthals „Völkerrecht! Sanktionen! Wo ist die NATO?! Stoppt Putin!“ krakeelen würde, wenn Russland sich entschließen würde, tatsächlich in der Ukraine einzumarschieren, um dem Terror faschistischer, nationalistischer und staatlicher Kohorten gegen die Zivilbevölkerung im Donbass ein Ende zu setzen.



