Flüchtlinge: es sind nicht nur Fachkräfte, die kommen, sondern sie sind sogar überqualifiziert. Das geht angeblich aus einer OECD Studie hervor, welche der Spiegel veröffentlicht.
Spiegel Titel: Flüchtlinge in Deutschland sind oft überqualifiziert
Flüchtlinge in Deutschland haben im EU-Vergleich besonders häufig eine höhere Qualifikation als für ihre Arbeit notwendig. Das ist das Ergebnis eines Arbeitspapiers der Industrieländerorganisation OECD, das am Mittwoch vorgestellt wurde. Demnach beträgt der Anteil überqualifizierter Flüchtlinge in Deutschland schätzungsweise 71 Prozent, im EU-Durchschnitt sind es hingegen 60 Prozent.
Wunschdenken?
Der Direktor des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann, kommt dagegen zu einem ganz anderen Schluss: er sieht große Hürden bei der Integration von Flüchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt. „Die meisten Flüchtlinge haben keine Ausbildung, können kein Deutsch und haben kaum eine Chance. Wenn wir von einer Million Flüchtlingen ausgehen, kommen davon langfristig nicht mehr als rund 200.000 für den deutschen Arbeitsmarkt infrage“, sagte Zimmermann der WirtschaftsWoche.
Von den laut Zimmermann 200.000 potenziell erwerbsfähigen Immigranten wird „rund die Hälfte nach fünf Jahren, drei Viertel vielleicht nach zehn Jahren in Arbeit kommen“, so der IZA-Direktor. „Wären sie kurzfristig alle als arbeitslos registriert, dann stiege die Zahl der Arbeitslosen um knapp acht Prozent und die derzeitige Arbeitslosenquote um weniger als einen halben Prozentpunkt“, rechnet Zimmermann vor.



