Gold und Silber steigen nach Fed-Sitzung auf 2-Wochenhochs. Die US-Notenbank hat gestern wie erwartet die Zinsen nicht weiter angehoben.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold stieg gestern auf ein 2-Wochenhoch von 1.337 USD je Feinunze und notiert heute Morgen nur knapp darunter. Unterstützt wurde der Goldpreis durch einen schwächeren US-Dollar, fallende US-Anleiherenditen und ETF-Zuflüsse von 5,4 Tonnen.
Die US-Notenbank Fed hat gestern wie erwartet die Zinsen nicht weiter angehoben. Die Entscheidung war aber nicht einstimmig. Gleich drei FOMC-Mitglieder haben für eine Erhöhung der Zinsen um 25 Basispunkte gestimmt.
Zudem hat die Fed einen Satz in ihr Statement aufgenommen, in dem sie feststellt, dass die Argumente für eine Zinserhöhung stärker geworden sind. Dies alles spricht u.E. für eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung.
Wir halten die Dezember-Sitzung weiter für den wahrscheinlichen Termin für die nächste Zinserhöhung, da das November-Treffen sehr nahe an den US-Präsidentschaftswahlen liegt. Allerdings preist der Markt eine Zinserhöhung im Dezember laut Fed Fund Futures nur mit einer Wahrscheinlichkeit von gut 60% ein.
Es bleibt also eine gewisse Skepsis, ob die Fed ihren Worten Taten folgen lässt. Dies wiederum sollte den Goldpreis unterstützen. Im Fahrwasser von Gold stieg Silber gestern überproportional um gut 3% auf ein 2-Wochenhoch von fast 20 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis ist daraufhin auf gut 67 gefallen, den niedrigsten Wert seit Mitte August. Platin und Palladium wurden von Gold ebenfalls mit nach oben gezogen.



