Spenden des islamischen Hilfsvereins „Helfen in Not“ unterstützen Terrorgruppen in Syrien. Krankenwagen aus Deutschland gelangten zum „Islamischen Staat“ (IS) und zur militanten Nusra-Front.
Spenden des islamischen Hilfsvereins „Helfen in Not“ sind offenbar auch zu Terrorgruppen in Syrien gelangt. Dies zeigten Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen mutmaßliche Terrorhelfer, berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe.
Demnach habe ein Angeklagter geplant, im Februar 2014 mit einem Konvoi von „Helfen in Not“ neun Krankenwagen aus Deutschland zum „Islamischen Staat“ (IS) und zur militanten Nusra-Front, heute Dschabhat Fatah al-Scham, zu bringen.
Die Fahrzeuge landeten laut den Ermittlern wegen Konflikten der Gruppen am Ende bei der Rebellenmiliz Ahrar al-Scham, die von der Bundesanwaltschaft als terroristische Vereinigung eingestuft wird. Dies belegten abgehörte Telefonate des Angeklagten.
„Helfen in Not“ unterstützt nach eigenen Angaben unter anderem Projekte für Afrika, Palästina und Syrien. Jede Spende würde „zu 100%“ bei den Not leidendenden Menschen ankommen, heißt es auf der Website der Initiative. „Helfen in Not“ hat auf eine Anfrage des SPIEGEL nicht geantwortet.
Zu Spendengalas islamischer Hilfsvereine kommen einem Verfassungsschutzpapier zufolge mitunter bis zu 2000 Besucher. Pro Treffen sammelten die Aktivisten angeblich bis zu 50 000 Euro ein.



