Deutsche-Bank-Chef Cryan schafft keine Einigung bei Spitzentreffen mit US-Justiz. Jetzt doch 14 Mrd. Strafe fällig? - Bank prüft Schadenersatzansprüche gegen frühere Vorstände, darunter die Ex-Chefs Anshu Jain und Josef Ackermann.
Ohne Einigung endete das Spitzengespräch von Deutsche-Bank-Chef John Cryan mit ranghohen Vertretern des US-Justizministeriums am Freitagabend, berichtet BILD am SONNTAG.
Cryan hatte sich in Washington mit den Topbeamten zu Verhandlungen über die möglichen Milliardenstrafen getroffen, die der Bank wegen ihrer Rolle in der US-Immobilienkrise und mutmaßlicher Beihilfe zur Geldwäsche im Russlandgeschäft drohen.
Wegen der Immobilienkreditgeschäfte soll sich die Bank einem Bericht zufolge auf eine Strafe von 5,4 Milliarden Dollar statt der ursprünglich geforderten 14 Milliarden verständigt haben, eine Bestätigung für die Einigung gibt es aber nach wie vor nicht. Eine Banksprecherin wollte sich auf Anfrage nicht zum Ergebnis der Gespräche von Cryan mit den US-Behörden äußern.
Nach BamS-Informationen prüft die Deutsche Bank weiterhin Schadenersatzansprüche gegen frühere Vorstände, darunter die Ex-Chefs Anshu Jain und Josef Ackermann. Wie aus Bankenkreisen zu hören ist, sei noch nicht absehbar, wann das Untersuchungsergebnis vorliegen wird. Teile der Millionen-Boni von Jain und anderen Ex-Vorständen seien aber nach wie vor eingefroren. Auch hierzu äußerte sich die Bank-Sprecherin nicht.



