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Deutsche Bank – Ab wann wird die Aktie wieder ein Investment?

Auffällige Parallelen zu Lehman Brothers. Mögliche Pleite ja oder nein. Staatshilfen ja oder nein. Zerschlagung ja oder nein.

 

Von Robert Schröder

Zur Deutschen Bank wurde in den letzten Wochen mit Sicherheit alles geschrieben, was es zu diesem Thema eben so zu schreiben gibt. Auffällige Parallelen zu Lehman Brothers. Mögliche Pleite ja oder nein. Staatshilfen ja oder nein. Zerschlagung ja oder nein. Umstrukturierung ja oder nein. Kaufen ja oder nein. Besonders Zocker und Trader sind wohl in diesen Tagen und Wochen in der Deutschen Bank unterwegs und hoffen auf möglichst große Kursausschläge. Egal in welche Richtung. Wie kann man vor diesem Hintergrund bloß nur von einem Investment sprechen?

 

Seit meiner kontroversen Einschätzung “Ist die Deutsche Bank die neue Barrick Gold?” vom 29. September konnte der Aktienkurs um immerhin schon 13 % auf über 12 EUR zulegen. Der nachhaltige Rutsch in den einstelligen Kursbereich scheint damit vorerst abgewendet zu sein. Doch für eine großangelegte Trendwende reicht das natürlich noch nicht. Im langfristigen historischen Chartverlauf auf Monatsbasis wird jedoch schnell klar, was passieren muss, damit die Deutsche Bank wieder in halbwegs seriöses Investment wird.

 

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Dreh- und Angelpunkt ist hier die grüne langfristige Unterstützungslinie, die im Juni butterweich nach unten durchstoßen wurde. Solche Unterstützungen sind im Grunde prädestiniert für einen Fehlausbruch. Mit einer Rückeroberung ensteht dann jedoch ein langfristiges Kaufsignal, was wir jüngst bei der Lufthansa in einer ähnlichen charttechnischen Konstellation, jedoch auf anderer Zeitebene, gesehen haben!

 

Genau so ein Kaufsignal könnte sich nun auch bei der Deutschen Bank anbahnen. Sobald eben diese Unterstützungslinie zurückerobert wird, verlässt die Deutsche Bank die Zocker- und Tradingzone und wird wieder ein ansatzweise seriöses Investment. Aktuell verläuft diese Linie bei ca. 14,60 EUR. Um noch etwas Puffer für einen möglichen Fehlausbruch zu haben, bieten sich etwa 15 EUR per Monatsschlusskurs an.

 

Wo es anschließend hingehen kann, hatte ich schon am 29. September angedeutet. 20, 30 oder gar 40 EUR sind dann langfristig möglich. Ja, ich weiß, das ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation, Kaffeesatzleserei und alles andere als seriös. Um es noch nett auszudrücken…

 

Doch genau dieses Querdenken gegen den Mainstream bringt langfristig den Erfolg. Wir erinnern uns z.B. an Südzucker, die vor zwei Jahren fundamental auch grottenschlecht dastanden und zeitweise auch unter 10 EUR gefallen waren. Damals hatte ich in einer ebenso provokanten Einschätzung “Südzucker – Jetzt muss man einfach blind kaufen!” (19. Oktober 2014) auf diese Investment-Chance hingewiesen. Aktuell steht die Aktie bei 25 EUR.

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