AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Bargeldabschaffung oder Inflation - was kommt zuerst?

Wer die Pressemeldungen aufmerksam verfolgt, der könnte den Eindruck bekommen: „Wir“ werden auf die Bargeldeinschränkung vorbereitet. Gerne werden irreführende Argumente vorgeschoben. - Große Demo in Frankfurt am 22. Oktober.

 

Von Rolf Ehlhardt

Wer die Pressemeldungen aufmerksam verfolgt, der könnte den Eindruck bekommen: „Wir“ werden auf die Bargeldeinschränkung vorbereitet. Ob beim Treffen der Zentralbänker in Jackson Hole, ob Harvard-Professor Marvin Goodfriend oder der Deutsche Bank-Chef John Cryan. Alle prophezeien die Abschaffung. Die Finanzminister von Bund und Bundesländer denken positiv darüber nach. Selbst die Begrenzung von € 5.000,- sehen viele nur als Einstieg zum Ausstieg.

 

Gerne werden irreführende Argumente vorgeschoben, wie die Bekämpfung von Kriminalität, Prostitution, Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Korruption oder gar Terrorismus. Die Finanzinstitute machen Bargeldgeschäfte über hohe Gebühren unattraktiv (für eine Bargeldeinzahlung von € 100,- wurden mir € 2,50 abgebucht = 2,5%). Vielleicht nehmen sie auch bald 5% Abhebegebühren. Der wahre Grund der Bargelddiskussion: Verhinderung eines Banken-Run.

 

Vor politischen Entscheidungen werden gerne „unabhängige“ (wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe) Gesellschaften oder Universitäten mit Studien beauftragt. So ist es nicht verwunderlich, dass der mit der Studie (Dunkelfeldstudie) beauftragte Prof. Kai Bussmann die Geldwäsche mit 100 Milliarden jährlich errechnet (und als Fazit die Einschränkung des Bargeldverkehrs empfiehlt), während dein Pendant aus Linz, Prof. Friedrich Schneider von höchstens 20-26 Mrd. ausgeht und die Berechnungen seines Konkurrenten (?!) als mathematisch falsch und grob unwissenschaftlich betitelt. Er gipfelte sogar mit der Aussage, dass mit Koffern voller Cash nur noch im „Tatort“ Geldwäsche betrieben werde.

 

Viele Gegner reden gerne von Verlust der Freiheit. Auch das erscheint mir überzogen. Mir persönlich ist es total egal, ob Herr Schäuble (falls es ihn interessiert) erfahren kann, ob ich bei Burger King oder bei Mc Donald´s gegessen habe (tue beides nicht), oder wo ich mein letztes Business-Hemd gekauft habe. Anschaffungen über € 15.000,- werden sowieso gemeldet. Die einzige, aber gruseligste Ahnung macht mir Angst. Ich kann auf Willkür von Staat (z.B. Steuern) oder Kreditinstitut (Gebühren) nicht mit mehr mit der Abhebung meines Geldes reagieren (wenn´s alle tun = Banken-Run).

 

Die Kritiker sehen in der Null-Zins-Politik der Notenbanken eine der Ursachen dieser Diskussion. Die Stimmen werden immer lauter: Redakteure wie Marc Friedrich, Matthias Weik, Claus Vogt, Michael Mross, Vermögensverwalter wie Gottfried Heller oder Thorsten Schulte und auch verschiedene Volkswirte murren. Der bekannteste dürfte Prof. Hans-Werner Sinn sein. Sie alle kritisieren scharf, eine nachweisbar erfolglose Geldpolitik fortzusetzen.

 

Radikalere Meinungen sprechen von Schwachsinn und Sturheit. Verschwörungstheoretiker sogar von bewusster Vernichtung von Vermögen und des Mittelstandes oder der geplanten Schwächung Deutschlands. Es mag an allen Aussagen auch ein bisschen Wahrheit dabei sein. Ein wichtiges Argument hört man kaum: Nullzinsen bedeutet die Entschärfung des Zinses-Zins-Effektes.

 

Der Anleger „liebt“ den Zinses-Zins, der Schuldner „hasst“ ihn. Für Staaten die an oder schon über der 100-Prozent-Schwelle (Schulden vs. BSP) liegen, ist bei „normalen“ Zinsen das Konkursjahr fast errechenbar, weil die Zinsen-Zinsen aus den Altschulden einen immer größeren Teil der Steuereinnahmen auffressen und daraus automatisch eine noch höhere Neuverschuldung resultiert, die zu noch höheren Zinsausgaben führen. Bis zur bitteren Neige.

 

Den Notenbankern ist klar: Keine Zinsen-Zinsen, dann sind höhere Schuldenberge besser verkraftbar, das Finanzsystem längere Zeit aufrecht zu erhalten. Damit erübrigt sich auch die Diskussion um eine mögliche Zinswende (kleinste Erhöhungen sind denkbar). Nur noch die Höhe der Minuszinsen wird „fachmännisch“ besprochen. Da geht auch eine kaputte Uhr 2 mal am Tag richtig.

 

Für den Anleger eine schmerzliche, aber eindeutige Gewissheit. Er kann darauf reagieren. Alle Marktteilnehmer gehen von weiterhin niedrigen Zinsen aus. Notfalls werden die Notenbanken ihre Anleihekäufe erhöhen. Der Pferdefuß dieser Schadensverlängerung ist die fatale Tatsache: Die Politiker nutzen nicht die Zeit, die ihnen von den Notenbanken beschafft wird, zu nachhaltigen Reformen. Die Missstände werden weiter finanziert, kostet ja nichts.

 

Aber wie reagieren die Rentenmärkte, wenn die Inflationspolitik der Notenbanken plötzlich „Erfolg“ hat, z.B. weil die Rohstoffpreise weiter steigen? Alle Marktteilnehmer erkennen ihren Irrtum und damit ihr Verlustrisiko. Sie erkennen die steigenden negativen Realzinsen, d.h. Geldwertverluste. Alle wollen plötzlich verkaufen. Wenn dann am Rentenmarkt Verkaufspanik ausbricht, sind die 200 Mrd., die die Notenbanken derzeit monatlich in die Märkte pumpen, der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Denn alle wollen durch das Nadelöhr. Ob diese Situation beherrschbar wäre?

 

Auf die Prognose, wie die gesamten Kapitalmärkte darauf reagieren könnten, verzichte ich. Sonst werde ich vielleicht auch zu den Verschwörungstheoretikern gezählt. Aber eventuell landet man besser bei diesen, als zu denen zu zählen, die alles kritiklos akzeptieren, nach dem (Kölner) Motto „es ist schon immer gut gegangen“. Aber der falsche Weg bleibt der falsche Weg, auch dann, wenn er mit besten Absichten beschritten wurde.

www.i-c-m-mannheim.de

 

Aufruf - Demo in Frankfurt:

Kommen Sie am Samstag, 22. Oktober um 14 Uhr zur Frankfurter Hauptwache. Zeigen Sie Flagge für die Freiheit - gegen Bargeldverbot!

Gemeinsam mit dem Verein Pro Bargeld e.V. laden wir alle Freunde des Bargelds und der Freiheit ein, mit uns gemeinsam ab 14:00 für den Erhalt des Bargelds einzustehen. Als Redner werden unter anderem Prof. Joachim Starbatty (MdEP), der Münchner Vermögensverwalter Gottfried Heller sowie Thorsten Schulte (Pro Bargeld e.V.) und Dagmar Metzger (Stop Bargeldverbot!) auftreten. Kommen Sie zahlreich und unterstützen Sie uns lautstark in unserem Bestreben, das Bargeld und damit die Freiheit dauerhaft zu erhalten.

 

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC
Aktuelle Presse

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann schließt eine Ausweitung der sogenannten Reichensteuer nicht aus. Zugleich sagte er am Sonntag der ARD, der "Mittelstand und das Handwerk" dürften nicht [ ... ]

Angesichts der Hitzewelle fordert Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa mehr offene Kirchen - zwecks Abkühlung. Viele Gotteshäuser seien bereits zugänglich, doch das reiche nicht.

"Es [ ... ]

Auf der Suche nach neuen Rekruten startet die Bundeswehr eine YouTube-Serie. Diese soll in Kürze anlaufen und den Titel "Generation Wehrdienst" haben, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag [ ... ]

In Deutschland ist der erst am Vortag aufgestellte Allzeit-Hitzerekord erneut überboten worden.

Gegen 16.00 Uhr meldete die Station des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im brandenburgischen Coschen an [ ... ]

Mercedes-Pilot George Russell hat den Großen Preis von Österreich gewonnen. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Details.

George Russell hat sich beim Großen Preis von Österreich 2026 seinen ersten Sieg seit dem Saisonauftakt in Melbourne gesichert.

Der Mercedes-Pilot startete von der Pole-Position und konnte die [ ... ]

Die Ukraine hat in der Nacht zu Sonntag zwei russische Raffinerien mit Drohnen angegriffen.

Es handele sich um eine Ölraffinerie in Slawjansk in der Region Krasnodar, die etwa 300 Kilometer von der [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.