Aggressive Grusel-Clowns bedrohen zunehmend Frauen und Kinder. Noch ist unbekannt ob es Einzeltäter sind oder gar eine Bewegung. Die Polizei berichtet von immer mehr Übergriffen und warnt vor Nachahmungen. Es kam bereits zu Verletzungen. Hintergründe sind unklar.
Das nordrhein-westfälische Innenministerium nimmt die Attacken der sogenannten Horrorclowns sehr ernst. "Es ist kein Spaß, andere Menschen verkleidet und manchmal sogar bewaffnet zu erschrecken. Sondern einfach nur sadistisch, wirr und gefährlich", sagte ein Sprecher von Innenminister Ralf Jäger (SPD) der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Die NRW-Polizei nimmt das Problem deshalb sehr ernst. Die Hysterie in den sozialen Medien wirkt wie Treibstoff: Je mehr Postings es dazu gibt, desto mehr Nachahmer tauchen auf", sagte der Sprecher.
Am Samstag Morgen gegen 02:00 Uhr hielten sich zwei 17 und 22 jährige Männer am Weseler Bahnhof auf. Hier beobachteten sie einen als Clown verkleideten Mann, der mit einer Pistole hantierte und ein Messer mit sich führte. Als sich die beiden Männer dem Clown näherten, bedrohte er sie verbal in deutscher und englischer Sprache und entfernte sich anschließend in unbekannte Richtung. Beschreibung : ca. 180 - 185 cm groß, dunkles Oberteil mit Kapuze, dunkle Hose, weiße Maske mit roten Lippen und roter Nase.
Der Rostocker Polizei wurden in den letzten 24 Stunden vier Sachverhalte aus dem Stadtgebiet im Zusammenhang mit sogenannten "Horror-Clowns" gemeldet. In zwei dieser Sachverhalte versuchten nachweislich Personen in Clownskostümen unbeteiligte Passanten zu erschrecken. In einem Fall schlug am gestrigen Abend im Stadtteil Dierkow eine Person im Clownskostüm mit einem Baseballschläger auf einen 19-Jährigen ein und verletzte diesen.
Im Laufe des Donnerstags kam es im Rhein-Neckar-Kreis zu zwei Auftritten von so genannten "Grusel-Clowns".
In Hockenheim sollen zwei bislang unbekannte Personen in Clown-Kleidung mit "Fratzen-Maske" einen jungen Mann erschreckt haben, der auf dem Weg zum Berufspraktikum war.
Der 16-Jährige schob sein Fahrrad auf dem Weg vom Gartenschaupark zur Brücke der Überführungsstraße, als sich gegen 7.40 Uhr einer der Clowns vor ihn und der zweite hinter ihn gestellt hätten. Der 16-Jährige will daraufhin in Richtung Bahnhof geflüchtet sein.
In Leimen berichtete ein 10-Jähriger von drei "Clowns", die ihm bei einer Unterführung im Wohngebiet "Fasanerie" aufgelauert und ihn ein Stück verfolgt hätten.



