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Amadeu-Antonio-Stiftung: Gefälschte Zahlen zu Angriffen auf Flüchtlinge

Bewusste Manipulation oder plumpe Fälschung? Anetta Kahane's Amadeu-Antonio-Stiftung frisiert Zahlen in ihrer Statistik über angebliche „flüchtlingsfeindliche Vorfälle". Bei einer Stichprobe in Bielefeld gibt es allein fünf Fälle, die praktisch frei erfunden sind.

 

Die Amadeu-Antonio-Stiftung soll falsche Zahlen in ihrer Statistik über angeblich „flüchtlingsfeindliche Vorfälle“ in der Bundesrepublik veröffentlicht haben. Das berichtet die Neue Westfälische. Diese Statistik hält z.B. der Überprüfung für Bielefeld nicht stand. Ein Faktencheck der aufgezählten Fälle in der Stadt ergibt: Die Fehlerquote liegt bei 80, eventuell gar bei 100 Prozent.

 

Die Stiftung von Anetta Kahane hat gemeinsam mit der Organisation „Pro Asyl“ im Internet eine Karte eingerichtet, auf der sie fremdenfeindlichen Übergriffe dokumentiert.

 

Einzelne Piktogramme, wie zum Beispiel ein Haus aus dessen Dach Flammen schlagen,  ein Männchen das drohend einen Stock hoch hält oder fahnenschwingende Männchen symbolisieren die Straftaten wie zum Beispiel: Brandanschlag, tätlicher Übergriff oder Kundgebung.

 

Beispiel Bielefeld: alles frei erfunden?

Für Bielefeld haben die Kahane-Mitarbeiter drei „sonstige Angriffe“ aufgelistet sowie einen Brandanschlag und einen tätlichen Übergriff. Der Redakteur der Neuen Westfälischen, Ansgar Mönter, überprüfte die Zahlen. Er kam zum Schluß: „Die Amadeu-Antonio-Stiftung listet fünf Vorfälle in Bielefeld auf, liegt dabei aber komplett daneben.“

Die Fakten:

  • Der tätliche Übergriff war in Paderborn – nicht in Bielefeld.
  • Die angebliche Brandstiftung war ein Feuer im Waschkeller der Unterkunft, der Brand wurde nicht von Außenstehenden begangen.
  • Ein weiterer Fall war ein Verstoß gegen Paragraph 86a des Strafgesetzbuchs (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und hatte nichts mit Flüchtlingen zu tun.
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