"Dekarbonisierungsstrategie" 2050: CO2-Ausstoß aus Kraftwerken, Industrieanlagen, Heizungen und Verkehr soll um 80 bis 95 Prozent zu reduziert werden.
Mit dem Klimaschutzplan 2050 will die Bundesregierung noch vor der kommende Woche beginnenden Weltklimakonferenz in Marrakesch die Grundzüge ihrer Dekarbonisierungsstrategie festlegen. Ziel des Plans ist es, den CO2-Ausstoß aus Kraftwerken, Industrieanlagen, Heizungen und Verkehr bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren.
Laut Medienberichten plant die Bundesregierung beim morgigen Beschluss des Klimaschutzplanes 2050 auch den Ausstieg aus dem Erdgas. Wirtschaftsverbände laufen gegen diese Pläne Sturm, da Gas den Heizungsmarkt dominiert und für zehn Prozent der deutschen Stromproduktion verantwortlich ist.
Dazu erklärt der umweltpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jörg Urban:
„Nach dem Willen der Bundesregierung soll Deutschland weiter im Alleingang das Weltklima retten und den Bürgern sollen dafür immer höhere Kosten aufgebürdet werden. Die Mietkosten und die Heizkosten für Mieter, Hausbesitzer und Unternehmer werden explodieren, wenn in naher Zukunft das Gasangebot gedrosselt wird. Zudem kann Gas als Energiespeicher und Reserve für unregelmäßig anfallende Wind-und Sonnenenergie genutzt werden.
Die AfD-Fraktion lehnt die ideologisch motivierte und wirtschaftsfeindliche Energiewende ab. Deutschland braucht eine bezahlbare und stabile Energieversorgung, unabhängig davon, ob Sonne und Wind zur Verfügung stehen. Neben Gas muss deshalb auch Atomenergie weiterhin als Energieträger genutzt werden, solange bis wirtschaftliche vertretbare Alternativen zur Verfügung stehen.“



