Laut einem Bericht des Bundeskriminalamtes (BKA) haben Flüchtlinge in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 142.500 Straftaten verübt. Dies sei ein Rückgang von rund einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr.
Der BKA Bericht: Die Kernaussagen informieren über die Entwicklungen und Auswirkungen des Zustroms von Flüchtlingen und Asylbegehrenden auf die Kriminalitätslage in Deutschland vom 01.01.2016 – 30.06.2016.
Laut dem Bericht haben Migranten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 142.500 Straftaten verübt. Das sind umgerechnet rund 780 von Migranten pro Tag verübte Straftaten – 32,5 pro Stunde. Dies entspricht einem Rückgang um 36% im Vergleich zum Vorjahr.
Kriminalität im Kontext von Zuwanderung - der ganze BKA-Bericht: Download (PDF, 807 KB)
Auszüge aus dem BKA-Bericht:
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Die Fallzahlen von Straftaten, begangen durch Zuwanderer, sind von Januar bis Juni 2016 um 36 % zurückgegangen
Im ersten Halbjahr 2016 wurden 142.500 Fälle im Zusammenhang mit Straftaten, einschließlich Versuche, registriert, bei denen zumindest ein Zuwanderer als Tatverdächtiger erfasst wurde.
Die Entwicklung der monatlichen Fallzahlen war deutlich rückläufig. Die signifikantesten Rückgänge waren bei Diebstahlsdelikten, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sowie Vermögens- und Fälschungsdelikten zu verzeichnen.
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In mehr als der Hälfte der Fälle begingen Zuwanderer Vermögens- und Fälschungs- sowie Diebstahlsdelikte
Deliktische Schwerpunkte waren Vermögens- und Fälschungsdelikte (30 %), Diebstahlsdelikte (27 %) sowie Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit (23 %).
Innerhalb der Vermögens- und Fälschungsdelikte handelte es sich vorrangig um Fälle von Beförderungserschleichung (63 %). Innerhalb der Diebstahlsdelikte dominierte der Ladendiebstahl (65%). Bei den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit handelte es sich überwiegend um Körperverletzungsdelikte (80 %).
3. Bezogen auf die Herkunftsnationalitäten sind unterschiedliche Entwicklungen der Delinquenz erkennbar
Im Vergleich zu ihrem Anteil an der Gruppe der Zuwanderer4 war der Anteil von Syrern, Afghanen und Irakern an der Gruppe der Tatverdächtigen deutlich niedriger. Deliktsschwerpunkte waren Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten.
Der Anteil von Staatsangehörigen aus den Maghreb Staaten sowie aus Georgien an der Gruppe der Tatverdächtigen war sehr viel höher als ihr Anteil an der Gruppe der Zuwanderer. Die deliktischen Schwerpunkte lagen bei diesen Tatverdächtigen im Bereich der Diebstahlsdelikte, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten.
Der Anteil von Staatsangehörigen aus der Balkan-Region an der Gruppe der Tatverdächtigen war deutlich höher als ihr Anteil an der Gruppe der Zuwanderer. Die deliktischen Schwerpunkte lagen auch bei diesen Tatverdächtigen im Bereich der Diebstahlsdelikte, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten.
Dasselbe Bild zeigte sich bei Staatsangehörigen aus den afrikanischen Staaten Gambia, Nigeria und Somalia: Auch deren Anteil an der Gruppe der Tatverdächtigen war deutlich höher als ihr Anteil an der Gruppe der Zuwanderer. Die deliktischen Schwerpunkte lagen bei den Tatverdächtigen aus diesen Staaten im Bereich der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit.
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Straftaten von Zuwanderern gegen Zuwanderer sind von Januar bis Juni 2016 um 22 % zurückgegangen
Bei 81 % der Fälle handelte es sich um Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit - hiervon entfielen 86% auf Körperverletzungsdelikte.
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Straftaten zum Nachteil von Zuwanderern sind von Januar bis Juni 2016 um 18 % zurückgegangen
In 61 % der Fälle handelte es sich um Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. In 22 % der Fälle waren Zuwanderer Geschädigte von Diebstahlsdelikten. Die Gesamtzahl der monatlichen Fälle nahm im 1. Halbjahr 2016 kontinuierlich ab. Die rückläufige Gesamtentwicklung spiegelt sich in fast allen betrachteten Deliktsbereichen wider. Die Entwicklung der Straftaten gegen das Leben ist auf niedrigem Niveau konstant geblieben.
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Straftaten in Erstaufnahmeeinrichtungen/Sammelunterkünften sind von Januar bis Juni 2016 um 33 % zurückgegangen
Zugleich war die Zahl der in Erstaufnahmeeinrichtungen/ Sammelunterkünften untergebrachten Zuwanderer rückläufig.
Mehr als die Hälfte der registrierten Fälle (54 %) waren Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Hierbei handelte es sich überwiegend um Körperverletzungsdelikte (86 %).
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Im Bereich Straftaten gegen das Leben hatten Opfer und Täter in fast der Hälfte aller Fälle die gleiche Nationalität
Die weit überwiegende Mehrheit der gemeldeten Taten (201 Fälle) blieb im Versuchsstadium (177 Fälle).
Bei insgesamt 24 vollendeten Taten im ersten Halbjahr 2016 waren 23 Opfer nichtdeutsche Staatsangehörige, ein Opfer war deutscher Staatsangehöriger.
Bei 77 % der Tatverdächtigen handelte es sich um Zuwanderer.
In 46 % aller Fälle lag der T atort innerhalb einer Erstaufnahmeeinrichtung/Sammelunterkunft.
Quelle: BKA



