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D: 5 IS-Verdächtige verhaftet

Der Bundesanwaltschaft ist nach monatelangen Ermittlungen offenbar ein Schlag gegen die islamistische Szene in Deutschland gelungen: Am frühen Dienstagmorgen ließ die Behörde fünf Männer verhaften, di...

Der Bundesanwaltschaft ist nach monatelangen Ermittlungen offenbar ein Schlag gegen die islamistische Szene in Deutschland gelungen: Am frühen Dienstagmorgen ließ die Behörde fünf Männer verhaften, die im Verdacht stehen, für den sogenannten "Islamischen Staat" (IS) rekrutiert zu haben, berichten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR.

Ihnen wird die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Unter ihnen soll auch der sogenannte "Prediger ohne Gesicht" sein - ein 32-jähriger gebürtiger Iraker, der in den Behörden bereits seit Jahren als zentrale Figur der deutschen Islamisten gilt, so die drei Medien. "Das ist der Schlimmste", hieß es in Sicherheitskreisen.

Seit Herbst des vergangenen Jahres ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen ihn und mutmaßliche Helfer. Sie sollen vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen junge Muslime für den Dschihad angeworben und bei der Ausreise logistisch und finanziell unterstützt haben. Ende Juli kam es zu Durchsuchungen, darunter einer Moschee in der Hildesheimer Nordstadt, die als bundesweit bedeutender Treffpunkt der salafistischen Szene gilt.

Sicherheitsbehörden hatten schon länger beobachtet, dass es im zeitlichen Umfeld zu Islam-Seminaren des Predigers in der Hildesheimer Moschee zu Ausreisen in Richtung Syrien gekommen war. Im Ruhrgebiet nahm die Polizei zudem zwei weitere Prediger fest, die ebenfalls Teil des salafistischen Netzwerks sein sollen.

Die Männer sollen bei Predigten in Wohnungen für den IS geworben und zur Ausreise in den Dschihad aufgerufen haben. Auch ihnen wird die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt. Wie die drei Meiden erfuhren, hatten die Aussagen eines IS-Rückkehrers maßgeblichen Anteil an den heutigen Festnahmen.

Der 22-jährige Anil O. war nach einem mehrmonatigen Aufenthalt im IS-Gebiet in Syrien in die Türkei geflohen und hat sich nach eigenen Aussagen von der Terrormiliz losgesagt. Bevor er Ende September nach Deutschland zurückkehrte, gab Anil O. den drei Medien in der Türkei ein Interview, in dem er den "Prediger ohne Gesicht" schwer belastete und als "die Nummer 1 des IS in Deutschland" bezeichnete. Die Beschuldigten haben - sofern sie sich in der Vergangenheit dazu geäußert haben - eine Verbindung zum Terrorismus verneint.

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