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DAX startet Jahresendrally

Die Spannung vor der US-Wahl ist kaum zu ertragen. Clinton oder Trump. Pest oder Cholera. Maus oder Mickey. Entsprechend nervös präsentieren sich die Börsen und speziell der DAX, der in der letzten Handelswoche mit -4,09 Prozent den größten Wochenverlust seit Anfang Februar diesen Jahres gezeigt hat.

 

Von Robert Schröder

Am 7. November kam jedoch sofort der Konter und der DAX schloss wieder über 10.450. Warum damit die (verspätete) Jahresendrally nun endlich beginnt, lesen Sie im Folgenden.

Vorab eine kleine Anmerkung zu den “Abwärtstrends”, die in den letzten Wochen immer wieder Thema waren und auf die ich schon am 10. August  mit “Der DAX und sein Abwärtstrend – Wenn es doch nur so einfach wäre …” eingegangen bin. Rückblickend verkommt die Fokussierung auf direkte “Abwärtstrends” zu einer wahren Farce. Mittlerweile sehen wir beim DAX seit April 2015 schon den 4. sogenannten “Abwärtstrend”.

 

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Anfang August war es wieder soweit. Dann Mitte Oktober. Und schließlich hat sich mit dem neuen knappen Jahreshoch vom 25. Oktober bei 10.827,72 wieder ein neuer “Abwärtstrend” etabliert. Außer ein paar positiven Tagen nach dem jeweiligen Bruch war nicht viel mehr drin. Die Ausbrüche wurden schnell wieder verkauft. Und auch das so viel beachtete “Gold Cross” von Mitte August taugt rein gar nichts. Geschweige denn das immer wieder neue Anlegen eines “Abwärtstrends”. Der neue “Abwärtstrend” verläuft jetzt übrigens, wen es wirklich interessiert, bei ca. 10.800 und wird wohl schon bald wieder Thema sein. Doch selbst bei einem Ausbruch über diese Linie, wird der DAX kaum großartige Sprünge machen.

 

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Denn betrachtet man sich die Art und Weise wie der DAX seit dem Jahrestief im Februar steigt, so können wir uns jetzt schon auf einen neuen Fehlausbruch über den “neuen” “Abwärtstrend” freuen. Höher als 11.000 bis 11.200 wird es meiner Einschätzung nach zum Jahreswechsel und im Rahmen der gestarteten Jahresendrally kaum gehen. Der steigende und zusammenlaufende abcde-Keil, der insgesamt lediglich eine Korrektur andeutet, lässt, außer einem Test der oberen Keillinie, kaum mehr zu. Zudem verläuft dort auch das 61,8 % Retracement (preislich) und das 100 % Retracememt (zeitlich – Es deutet sich an, das die laufende Aufwärtsbewegung ab Februar genau so lange dauert wie Abwärtsbewegung von April 2015 bis Februar 2016!).

In den nächsten Wochen bis Ende Dezember bzw. Anfang Januar werden die Märkte wohl noch einmal alles aus sich herausholen. Doch das dicke Ende wird sich auch mit neuen Hochs über der psychologisch ach so wichtigen Marke von 11.000 kaum vermeiden lassen. Ich sehe den DAX ab dann aus dem skizzierten Keil nach unten auf mindestens 8.600 ausbrechen bzw. abrutschen.

Kurzfristig ist die Charttechnik jedoch noch positiv. Besonders nach den beiden fast gleich langen Abwärtsbewegungen seit Mitte August und der heutigen Inselumkehr (Island-Reversal) kann der DAX ab jetzt und sofern das Tagestief vom 4. November hält seine Jahresendrally abspulen.

Wie passt das Geschriebene aber zum Dow Jones, Euro Stoxx 50 und MDAX? Ganz klar: gar nicht! Meine Einschätzungen dazu waren zu voreilig. Auch bei diesen drei Indices sehen nach dem heutigen Tag nicht nach einem dirkten Crash aus. Also noch nicht!

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