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Doch kein Crash?

Goldpreis springt wegen Trump-Sieg nur kurzzeitig nach oben. Die Märkte reagieren weltweit sehr volatil auf die US-Wahl, konnten sich aber von den morgendlichen Tiefstständen erholen.

 

Von Commerzbank Commodity Research

Gold reagierte zunächst wie erwartet auf den Wahlsieg des Republikaners Donald Trump und sprang in einer ersten Reaktion um 5% bzw. gut 60 USD auf knapp 1.340 USD je Feinunze nach oben. Mittlerweile hat es aber die Hälfte der Gewinne wieder abgegeben. Im Einklang mit einem sich erholenden US-Dollar, der nach einer ersten Schockreaktion ebenfalls wieder Boden gut macht, kommt Gold wieder auf rund 1.300 USD je Feinunze zurück.

 

Dies ist etwas überraschend für uns, bedeutet doch der Wahlsieg von Trump große Unsicherheit sowohl wirtschaftlich als auch politisch. Denn unter Trump, der sich im Wahlkampf höchst protektionistisch gab, drohen Handelskonflikte mit einigen Ländern. Zudem gibt der Wahlerfolg Trumps den Anti-Establishment-Parteien in Europa Aufwind. In den nächsten Monaten stehen in Europa in verschiedenen Ländern Wahlen und Referenden an, die die politische Landkarte verändern könnten.

 

Darüber hinaus ist die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember nun fraglich geworden. Auch wenn man diese noch nicht ganz abschreiben sollte – zahlreiche Konjunkturdaten in den USA fielen zuletzt besser aus –, wird sie von den Marktteilnehmern zusehends ausgepreist.

 

Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember liegt jetzt bei unter 40%, nach über 80% gestern. Dies, gepaart mit der möglicherweise monatelang andauernden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit, spricht unseres Erachtens für höhere Goldpreise. Denn in Zeiten von Unsicherheit ist Gold normalerweise als sicherer Hafen gefragt.

 

DAX

Vorbörslich sank der DAX auf 10.005 Punkte. Kurz vor 09:30 Uhr wurde der DAX mit rund 10.280 Punkten berechnet. Das entspricht einem Minus von 1,94 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag. Danach kam es jedoch zu einer Gegenreaktion nach oben. 

An der Spitze der Kursliste standen die Papiere von Fresenius, Merck und Fresenius Medical Care. Die Aktien von Deutsche Bank, Daimler und BMW bilden gegenwärtig die Schlusslichter.

Die Märkte reagieren weltweit sehr volatil auf die US-Wahl, konnten sich aber von den morgendlichen Tiefstständen erholen.

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