Seit der Verkündung des Ergebnisses der US-Präsidentschaftswahl letzten Mittwoch wurden die ETF-Bestände um über 50 Tonnen abgebaut.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold handelt heute Morgen bei 1.225 USD je Feinunze und hat sich damit von seinen Tiefständen Anfang der Woche nur leicht erholt. Der Preis wird durch den weiter aufwertenden US-Dollar, welcher gegenüber dem Euro ein neues Hoch markiert, und steigenden Anleiherenditen in Schach gehalten. Zudem wurden gestern in den USA gute Konjunkturdaten veröffentlicht.
Außerdem haben die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs gestern mit 13,6 Tonnen erneut einen kräftigen Tagesabfluss verzeichnet. Seit der Verkündung des Ergebnisses der US-Präsidentschaftswahl letzten Mittwoch wurden die ETF-Bestände um über 50 Tonnen abgebaut.
In Indien, hinter China der weltweit zweitgrößte Goldnachfrager, hat die überraschende Maßnahme der Regierung, alte Geldscheine mit großem Nennwert gegen neue auszutauschen, zu einem Run auf die Schmuckhändler geführt.
Die alten Geldscheine haben letzte Woche Dienstag zu Mitternacht ihre Gültigkeit verloren. Davor haben viele Inder versucht, noch schnell Schmuck zu kaufen und waren Industriekreisen zufolge auch bereit, hohe Aufschläge zu bezahlen. Seitdem seien die Schmuckkäufe laut einem indischen Händler aber eingebrochen.
Nach einer kurzzeitigen Erholung gestern stehen heute auch Platin und Palladium wieder unter Druck. Platin fällt um 0,5% auf etwa 935 USD je Feinunze und Palladium gibt um 1% nach. Es hält sich aber damit noch knapp über der Marke von 700 USD je Feinunze, die gestern erstmals seit sechs Wochen wieder überschritten wurde.



