Der neue US-Präsident will mit einem brachialem Schritt gegen die Lügenpresse vorgehen. Medien, die Lügen und Unwahrheiten verbreiten, sollen verboten werden. Betroffen auch die Englisch-Abteilung von SPIEGEL-online.
Donald Trump will die Pressewald lichten, meldet die Nachrichtenagentur dpo morgen. Hintergrund ist die fortgesetzte Verbreitung von Unwahrheiten und Lügen in Bezug auf seine Person. Konkreter Anlass war ein Artikel in der New York Times. Das Blatt berichtete von Chaos und Tumulten in Trumps Transition-Team. Der SPIEGEL spricht gar von "stalinistischen Säuberungen“.
„Nichts daran ist wahr“, twitterte Trump empört und versprach, in einem reformierten „Freedom of the Press Act“ gegen die Lügenpresse vorzugehen. Demnach sollen Medien ihre Lizenz verlieren, wenn sie fortgesetzt beim Lügen ertappt wurden. „Pressefreiheit bedeutet nicht, frei erfundene Lügen in die Welt zu setzen“, so ein Trump-Berater.
Als erste Opfer werden die „New York Times“ genannt, aber auch die Englisch-Abteilung von SPIEGEL online. Der Verkauf des SPIEGEL soll in den USA komplett verboten werden.
Die Maßnahme diene dem Schutz der Bevölkerung vor Falschinformationen und Lügen, hieß es aus dem Trump Team. Wer fordere, dass in sozialen Medien so genannte „Fake-News“ verboten würden, müsse bei der offiziellen Presse anfangen, weil diese Medien oft die größten Lügen verbreiteten und die Menschen emotional aufhetzten.
Das Verbot von New York Times und SPIEGEL sei erst der Anfang, war aus Trump-Kreisen zu hören. Man werde die Presse sehr genau beobachten. In Zukunft gelte: „Wer lügt wird abgeschaltet“ .



