Marine Le Pen im CNBC-Interview: "Merkels Tage sind gezählt". Euro wird als Waffe mißbraucht. Rückkehr zum Franc vernünftig. Freundschaft mit Russland wichtig.
Bemerkenswerte Aussagen von Marine Le Pen in Sachen Merkel, Euro und Russland. Im CNBC-Interview prophezeit die Front-National-Chefin: "Merkels Tage sind gezählt". Sie passe nicht mehr zur Stimmung der Zeit. Die deutsche Bundeskanzlerin sei isoliert und sie repräsentiere den Status Quo - während sich Europa immer schneller verändert.
Den USA warf Le Pen vor, die Welt in einen neuen Kalten Krieg zu stürzen weil Washington keine multipolare Welt akzeptiere. Dies würde Frankreich und Europa großen Risiken aussetzen, weil man in der Mitte gefangen sei.
Für Frankreich sei es eine natürliche Sache, wieder zu normalen Beziehungen zu Russland zurückzukehren wenn man die jüngere Geschichte beider Länder betrachte. Frankreich erlitt in den vergangenen Jahren furchtbare Rückschläge und es sei an der Zeit für einen strategischen Plan, damit das Land wieder auf die Beine komme.
Le Pen unterstrich, dass ihr Kampf nicht "gegen eine Rasse oder Religion" gerichtet sei. Jedoch seien die enormen Einwanderungszahlen der vergangenen Jahre ein Problem für die französische Gesellschaft weil einige Gruppen mittlerweile ein Eigenleben führten. Man müsse radikalen Elementen entschieden entgegentreten weil sie mittlerweile die Brutstätten für Terror und Dschihadisten-Nachwuchs seien.
Raus aus EU und Euro
In Sachen EU und Euro versprach Le Pen im Falle eines Wahlsieges eine sofortige Volksabstimmung. Die Franzosen sollten selbst entscheiden ob sie in der Währungsunion und der EU bleiben wollten.
Der Verbleib im Euro hätten einen schädlichen Effekt auf das französische Finanzsystem welches von der EU kontrolliert werde. Der Euro sei wie eine Waffe, die man gegen die Brust der Nation richte, um diese zu kontrollieren.
Wir können nur dann unser eigenes Land kontrollieren, wenn wir unsere eigene Währung haben. Geld ist ein wichtiges Element von Souveränität. Wenn man kein eigenes Geld hat, dann erlaubt man anderen, sich direkt in finanzielle Angelegenheiten, in innere Angelegenheiten einzumischen, in die Sozialpolitik, die Einwanderungspolitik. Nichts sei deshalb wichtiger als die Kontrolle über die eigene Währung wieder zu erlangen.
Der Euro ist kein Erfolg im Sinne der Europäer. Der Euro ist ein Misserfolg, ein sozialer Misserfolg. Er ist einer der Gründe, warum in Frankreich so eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht. Der Grund, warum Frankreich so arm geworden ist und unsere Industrie am Boden liegt. Damit sind wir einer unfairen internationalen Konkurrenz ausgesetzt. Es gibt keinen Grund für uns, nicht zu einer eigenen Währung zurückzukehren.
Das CNBC-Interview:



