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2017: Schicksalsjahr des Euro

Der Markt sieht, dass die Mittel Draghis, den Euro zu retten, auf unbegrenztes Gelddrucken bei dauerhaften Nullzinsen beschränkt bleiben werden. Denn die Politiker sind unfähig die notwendigen Strukturreformen im Club Med durchzusetzen.

 

Von Sascha Opel

Was wir seit der Wahl von Donald Trump erleben, ist eine US-Dollar-Stärke, die an den Beginn der großen Welle von 2014 erinnert. Diese führte den Euro von 1,40 USD Mitte 2014 bis auf 1,0495 am 13. März diesen Jahres.

 

Ein Abschlag von satten 35 Cent oder um 25%! Sollte sich diese Stärke in dieser Welle wiederholen, dann droht beim Break des bisherigen 10-Jahrestiefs, welches im März erreicht wurde und an dem wir nun wieder notieren (EUR/USD derzeit knapp über 1,05), ein Fall des Euro bis auf 0,86 USD in den nächsten Monaten!


Das Momentum könnte durch das Italien-Verfassungsreferendum am 4. Dezember nochmals Fahrt aufnehmen. Der Markt sieht, dass die Mittel Draghis, den Euro zu retten, auf unbegrenztes Gelddrucken bei dauerhaften Nullzinsen beschränkt bleiben werden. Denn die Politiker sind unfähig die notwendigen Strukturreformen in den Südländern durchzusetzen.

 

Also werden sich die „Nordländer“ eben mit einer dahinsiechenden, aber letztlich viel zu schwachen Währung abfinden müssen. Die gigantischen Unterschiede zwischen den Volkswirtschaften, die völlig unterschiedliche Währungen zur Anpassung benötigen würden, kann Draghi natürlich niemals ausgleichen! Das wäre Aufgabe der Politik, welche dies aber nicht leistet.


Deshalb ist zu befürchten, dass 2017 ein erneutes „Schicksalsjahr für den Euro wird“. Nach 2010 (erstes Griechenland-Rettungspaket) und 2012 (berühmte „Whatever it takes“-Rede Draghis) bahnt sich in den kommenden Monaten der nächste Euro Showdown an. Erst Italien, dann im Frühjahr die Wahl in Frankreich. Genug politischer Sprengstoff, gegen den auch keine Notenpresse mehr helfen würde, wartet also.


Das große Währungsanpassungen oftmals schnell gehen, erkennt man im langfristigen Chart (inkl. Euro-Vorgänger DM) gut. Wenn dazu noch die technisch wichtige Marke bei 1,05 USD unterschritten wird, dann könnte die Parität noch vor Weihnachten erreicht sein.


Dollarstärke und steigende US-Renditen liefern das Futter für die Gold-Bären

Die enorme Dollarstärke und gleichzeitig raketenmäßig ansteigende US-Renditen sind derzeit ein gefundenes Fressen, um den Goldpreis (in USD) zu drücken.


Vorgestern war in den USA Feiertag und es war beinahe mit Ansage, dass im Mittwochshandel Gold unter die wichtige Unterstützung bei 1.210 USD - mit gewohnter Vehemenz - zur Eröffnung an der Comex gedrückt wurde.

 

Da weiterhin dünner Handel zu erwarten ist, dürften die Ampeln für die Golddrücker weiterhin auf grün stehen. Bereits in den letzten Jahren wurde rund um Thanksgiving und anderen Feiertagen bewusst der Goldpreis manipuliert.

 

Wir sagen bewusst manipuliert, denn jeder, der Augen im Kopf hat und den Handel beobachtet, der erkennt, dass hier große Positionen Papiergold zu Unzeiten unlimitiert in den Markt geworfen werden.

www.rohstoffraketen.de

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