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Asylanten-Zahl steigt wieder

Die Zahl der registrierten Asylsuchenden ist im November wieder leicht angestiegen: Im Erfassungssystem Easy wurden im November rund 17.500 neue Einträge registriert, berichtet die "Welt". ...

Die Zahl der registrierten Asylsuchenden ist im November wieder leicht angestiegen: Im Erfassungssystem Easy wurden im November rund 17.500 neue Einträge registriert, berichtet die "Welt". Im Vormonat Oktober lag die Easy-Zahl bei 15.200, im September waren es 15.600 und im August noch 18.100.

Die November-Zahl bewege sich "auf dem Niveau der Vormonate", sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums der Zeitung. "Eine wesentliche Veränderung stellen wir nicht fest." Die aktuellen Zugänge würden "innerhalb der Schwankungsbreite der letzten Monate" liegen, heißt es aus dem Innenministerium.

Tatsächlich liegt die Zahl weit unter der Rekordmarke des Novembers 2015, als so viele Asylsuchende wie nie zuvor in die Bundesrepublik einreisten. Damals lag die Easy-Zahl bei 206.000. Die Zahl der an den Grenzen festgestellten Einreisen liegt dabei deutlich niedriger als die Easy-Zahl. In Sicherheitskreisen geht man daher von einem größeren Dunkelfeld aus.

Während im Oktober die Easy-Zahl bei 15.200 lag, wurden im gleichen Zeitraum an den besonders frequentierten Grenzen zu Österreich und zur Schweiz rund 2.920 sogenannte "unerlaubte Einreisen" festgestellt von Personen, die keine gültigen Aufenthaltspapiere vorlegten.

Für den November lagen noch keine entsprechenden Vergleichswerte vor. Die Zahl der festgestellten unerlaubten Einreisen in Süddeutschland gingen zudem in den vergangenen Monaten zurück: An der Grenze nach Österreich stellte die Bundespolizei im August laut Bundesinnenministerium noch 2.660 unerlaubte Einreisen fest, im Oktober waren es 2.200. Zur Schweiz zählte die Polizei 1.070 im August und 700 im Oktober.

Weitaus weniger beliebt scheint eine Ausweichroute über Frankreich zu bleiben: Währen dort im August 400 Asylsuchende festgestellt wurden, waren es im Oktober noch 270. Gleichzeitig geht auch die Zahl der Zurückweisungen an der Grenze zurück, auch wenn ihr Anteil bedeutend bleibt. Nach Österreich wurden im August mit 1.060 Personen rund 40 Prozent aller zurückgewiesen, die nach Deutschland wollten. Ihnen fehlten die entsprechenden Einreisedokumente.

Im Oktober wurden noch 780 Personen zurückgewiesen, was wiederum rund 35 Prozent aller illegale Eingereisten waren. Zur Schweiz wiederum gibt es keine Grenzkontrollen - und deshalb sind laut Innenministerium keine Zurückweisungen möglich. Gemeinsame Streifen mit Beamten des Nachbarlandes hätten jedoch allein im August dazu geführt, dass rund 1.250 unerlaubte Einreisen nach Deutschland verhindert wurden, heißt es.

Fast ein Drittel der Asylantragssteller im Oktober wurden zuvor in einem anderen europäischen Land registriert. Laut Bundesinnenministerium hatten von den fast 31.000 Schutzsuchenden 5.150 bereits einen Asylantrag in einem anderen EU-Staat gestellt.

Bei weiteren 4.963 zeigte der Abgleich der Fingerabdrücke, dass sie zuvor bereits in einem anderen Mitgliedsstaat registriert worden waren.

Die Dublin-Regeln sehen eigentlich vor, dass der Mitgliedsstaat, der zuerst betreten wird, für das Asylverfahren zuständig ist. So heißt es aus dem Innenministerium dann auch, dass das BAMF ein Übernahmeersuchen an den jeweiligen Staat richtet, falls dieses für zuständig gehalten wird - die tatsächliche Rückführung wiederum gestaltet sich oftmals als schwierig.

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