Zwei Polizisten, die in der Silvesternacht in Köln und Düsseldorf im Einsatz waren, schildern anonym, wie sich die Lage zugespitzt hat.
In der Rheinischen Post beschreiben zwei Polizisten die Situation in der Silvesternacht:
"Und dann waren es auf einmal ganz viele. Das haben wir dann durchgegeben, damit die Kollegen in Köln wussten, was auf sie zukommt." Die meisten von ihnen hätten keine Tickets gehabt. "Die fahren in der Regel schwarz. Aber so viele kann man nicht überprüfen. Das geht einfach nicht", so der Beamte. "Aber mit unserer Präsenz im Zug wollten wir sie schon verunsichern."
...
Als Sprachen überwogen in dieser Nacht Arabisch und Französisch. "Wenn wir die Leute auf Deutsch angesprochen haben, forderte man uns auf, Arabisch zu lernen. Sie hätten keinen Bock auf einen Deutschkursus." Meist behalfen sich die Polizisten bei ihren Gefährderansprachen mit Zeichen. Ein Dach mit den Händen bilden heißt "Arrest". Das versteht das Gegenüber.
"Jeder, der in Gewahrsam musste, fing an, theatralisch um Hilfe zu schreien. ,Nix gemacht' und ,Warum, warum'. In der Zelle wird dann gegen die Wände getreten und krakeelt. Und gleichzeitig lachen die sich über uns kaputt. Einer hat uns das so erklärt: Wenn ihn die Polizei nicht schlagen würde, bedeute das ja, dass er nichts getan habe. Also müssten wir ihn laufen lassen. Das ist deren Logik."



