Markige Aussagen des designierten US-Präsidenten Donald Trump sowie neue Entwicklungen beim Brexit schieben Gold auf 8-Wochenhoch.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold steigt zum Auftakt der neuen Handelswoche zeitweise auf ein 8-Wochenhoch von knapp 1.210 USD je Feinunze. In Euro gerechnet verteuert sich Gold auf 1.135 EUR je Feinunze.
Gründe hierfür sind unter anderen markige Aussagen des designierten US-Präsidenten Donald Trump wenige Tage vor dessen Amtseinführung sowie neue Entwicklungen beim Brexit. Britischen Zeitungen zufolge wird Premierministerin Theresa May angeblich morgen ihre Pläne zum Brexit konkretisieren.
Die britischen Medien gehen davon aus, dass May einen „harten Brexit“ verkünden wird – darauf deuten zumindest Aussagen des britischen Finanzministers hin –, was zur Verunsicherung unter den Marktteilnehmern beiträgt.
Unterstützung erhält Gold auch wieder seitens der Investoren: Erstmals seit den US-Wahlen verzeichnete der SPDR Gold Trust letzten Freitag wieder einen Zufluss. Daneben haben die spekulativen Finanzinvestoren laut CFTC-Statistik in der Woche zum 10. Januar erstmals seit neun Wochen wieder Netto-Long-Positionen aufgebaut.
Mit 55,7 Tsd. Kontrakten liegen diese absolut betrachtet aber noch auf einem niedrigen Niveau. Ebenso scheint der Gegenwind seitens des US-Dollar und der Anleiherenditen nachzulassen, auch wenn die US-Währung heute Morgen wieder aufwertet und die Renditen 10-jähriger US-Anleihen steigen.
Der World Gold Council (WGC) hat in einer kürzlich veröffentlichten Studie mehrere Gründe ausgemacht, die die Goldnachfrage im laufenden Jahr unterstützen sollen. Darunter zählen laut WGC erhöhte politische und geopolitische Risiken sowie Währungsabwertungen und steigende Inflationserwartungen.



