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Volkswagen: Nun ist es offiziell!

Lieber Leser,

die Vorzugsaktien von VW starten mit kräftigen Abschlägen in die neue Woche. In einem schwachen Gesamtmarkt geht es um knapp 3 Prozent in den Keller. Damit setzen sich die Kursverluste der vergangenen Tage fort. Zuvor kannte der Anteilsschein für mehrere Wochen nur eine Richtung und zwar die nach oben. Von Anfang Dezember bis zum 25. Januar verteuerte sich das Papier um knapp ein Drittel und erreichte mit einem Kurs von 156,32 Euro ein neues 12-Monats-Hoch.

Toyota überholt!

Trotz der anzunehmenden Reputationsschäden durch den Abgasskandal haben die Wolfsburger operativ ein starkes Jahr hinter sich gebracht. In sämtlichen Absatzmärkten wurden sehr respektable Absatz- und Neuzulassungszahlen verzeichnet. Weltweit wurden 2016 10,3 Mio. Fahrzeuge an Kunden übergeben, was einem Zuwachs von 3,8 Prozent entspricht. Im Dezember lag das Absatzplus bei einer Verkaufszahl von 933.300 Autos sogar bei 11,8 Prozent. Viel deutete in den letzten Tagen darauf hin, dass der 12-Marken-Konzern damit die globale Absatzführerschaft von Toyota übernehmen konnte. Diese Annahme wurde nun offiziell bestätigt.

Wie geht es in den USA weiter?

Trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt. Der Dieselskandal wird den Konzern auch weiterhin auf Trab halten. Zudem weiß man gerade im Hinblick auf die protektionistische Politik des neues US-Präsidenten Donald Trump nicht so recht, wie es im laufenden Jahr weitergeht. Ganz ähnlich sehen das die Analysten der NordLB, die die Vorzugsaktie von „Halten“ auf „Verkaufen“ herabstuften. Da Volkswagen in den USA erheblich mehr Wagen verkauft, als dort produziert werden, könnten die angekündigten Strafzölle den Konzern massiv treffen, schrieb Analyst Frank Schwope. Aufgrund der jüngsten Kursentwicklung wurde das Kursziel indes von 125 auf 135 Euro angehoben.

Ein Gastbeitrag von Hermann Pichler.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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