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Allianz: Down Under – ist da was im Busch?

Liebe Leser,

die Allianz ist auf Brautschau. Dies machte der Vorstandsvorsitzende Oliver Bäte bereits Ende letzten Jahres deutlich. Der Allianz-Boss ließ damals verlauten, dass eine entsprechende Übernahme zu einem angemessenen Preis das Ziel sei. Wie die Nachrichtenagentur Reuters nun unter Berufung auf Insiderquellen berichtete, könnten die Wunschvorstellungen des Chefs bald zur Realität werden.

Australischer Versicherer im Visier

Konkret soll es um den australischen Versicherungsspezialisten QBE Insurance (Sydney) gehen. Erinnert man sich an in der Vergangenheit getroffene Aussagen seitens Bäte, kommt der forcierte Deal jedenfalls nicht von ungefähr. Denn Bäte hatte im Vorfeld immer wieder von einer Übernahme am australischen Markt geschwärmt. Das Handelsblatt meldete überdies, dass es bereits vor Weihnachten zu Gesprächen beider Parteien gekommen sei. Laut Insidern soll Bäte ein Angebot von 15 australischen Dollar je QBE-Wertpapier offeriert haben. Dies käme einem Gesamtübernahmepreis von 14 Milliarden Euro gleich.

Trotz der aufkommenden Gerüchte hüllen sich beide Konzerne bisher in Schweigen. Betrachtet man die noch junge Verhandlungsgeschichte, ist dies auch nicht verwunderlich.

QBE – ein internationaler Spieler

QBE ist der größte Versicherer Australiens, tätigt jedoch etwa drei Viertel seiner Geschäfte im Ausland. Größter überkontinentaler Markt ist Nordamerika. Die lukrative Internationalität der Australier dürfte für die Allianz die Hauptmotivation darstellen.

Schaut man sich das zurückliegende Jahr aus Sicht der Australier an, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass QBE im vergangen Sommer die Prognose für das gesamte Jahr 2016 auf 13,7 bis 14,1 Milliarden US-Dollar nach unten geschraubt hatte. Im Vergleich: 2015 waren es noch bis zu 14,6 Milliarden US-Dollar. Der Rückgang sieht zwar auf den ersten Blick nicht gerade gewaltig aus, dürfte aber förderlich für das Einverständnis in Bezug auf die Übernahme sein.

Ein Gastbeitrag von Norman Stepuhn.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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